„Wiesel“ ist fleißig unterwegs. Nach einem Monat im Einsatz zieht die Stadtgemeinde Wieselburg sehr positive Bilanz über Elektrobus „Stadtwiesel“. Ob für Einkäufe, Transporte oder Ausflüge – Angebot wird genutzt.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 13. August 2020 (04:32)
Die Bewohner des betreuten Wohnens fuhren mit dem Stadtwiesel nach Lunz am See. Im Bild: die Teilnehmer mit Leiterin Ingrid Handl (2. von rechts) und dem Mobilitätsbeauftragten Robert Gnant (r.).
Gemeinde

Schon seit dem 1. Juli fährt ein Elektro-Niederflurkleinbus emissionsfrei durch die Straßen von Wieselburg. Der Bus mit dem Namen „Stadtwiesel“ ist ein neues öffentliches Verkehrsangebot für die Wieselburger und soll durch seine Barrierefreiheit die Mobilität vor allem bewegungseingeschränkter Menschen erhöhen. Bis zu acht Personen finden im Kleinbus Platz. Gleichzeitig leistet das Stadtwiesel einen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz.

In einem ersten Schritt wurden Bewohnern der Stadtteile Zeil/Rottenhaus (jeden Dienstag) sowie Getreidestrasse/Neubaugasse (jeden Mittwoch) Einkaufstouren zu Supermärkten, Ärzten oder Apotheken zum Preis von zwei Euro angeboten. Hierfür wurden eigene Haltestellen eingerichtet, Personen mit Einschränkungen werden nach Anruf von Zuhause abgeholt. Schon im ersten Monat wurde das Angebot gut angenommen – jede Tour war besetzt. Außerdem übernimmt das Stadtwiesel auch die Rückbringung von Kunden des Tagesbetreuungszentrums zur Wohnadresse. Im Juli wurden bei 14 Fahrten 40 Einstiege verzeichnet, was im Durchschnitt knapp drei Personen pro Heimfahrt bedeutet.

Mehr als 20 Fahrten fanden via Anruf-Taxi zum Bahnhof in Kemmelbach (ebenfalls um zwei Euro) statt. Darüber hinaus steht das Stadtwiesel auch für andere Sondereinsätze zur Verfügung – etwa für Ausflüge (Bild). In Summe wurden so im Juli bereits rund 1.450 Kilometer mit dem Stadtwiesel gefahren.