Einsatzkräfte schaufeln Gebäude am Hochkar frei. 280 Einsatzkräfte zum Talboden gelangt - Bürgermeister: "Gebäude komplett zugeweht"

Von Redaktion, APA. Erstellt am 13. Januar 2019 (10:48)
Chrsitian Eplinger

Die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Bundesheer sind Sonntagfrüh über die freigelegte Alpenstraße auf den Talboden in 1.400 Metern Seehöhe am Hochkar gelangt.

Die 150 Feuerwehrleute und 130 Bundesheer-Soldaten sollen nun die völlig eingeschneiten Häuser und weitere Infrastrukturobjekte vom Schnee räumen, sagte Friedrich Fahrnberger (ÖVP), der Ortschef von Göstling an der Ybbs (Bezirk Scheibbs).

Obwohl die Straße am Samstag vom Räumdienst freigelegt wurde, gebe es nach wie vor Schwierigkeiten mit der Befahrbarkeit, so Fahrnberger. Durch den Schneefall in der Nacht musste der Straßendienst erneut ausrücken, bevor zuerst die Feuerwehr und danach das Bundesheer zum Talboden vorrücken konnte. Als weitere Sicherheitsmaßnahme wurden um 7.00 Uhr im Bereich der Klamm drei Sprengungen durchgeführt um Lawinen auszuschließen.

Die Situation am Talboden beschrieb Fahrnberger als "extrem". "Es gibt Gebäude, die sieht man gar nicht, weil sie komplett vom Schnee zugeweht worden sind", schilderte er. Oft müsse man sich zuerst Zugänge zu den Objekten verschaffen, bevor man diese dann räumen könne.

Versorgt werden die rund 280 Einsatzkräfte von Verköstigungstrupps, die sich in den verschneiten Gasthäusern einquartiert haben. Über die Dauer des Einsatzes und das Ausmaß der Schäden könne man sich am Sonntag noch kein Bild machen, so der Bürgermeister.