Hochkar und Ötscher: Die beiden Einzelkämpfer. Hochkar und Ötscher bleiben in der Region die einzigen Wintersportorte, wo die Liftanlagen in Betrieb sind. Überall anders sowie bei den Langlaufloipen heißt es: bitte warten.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 05. Januar 2021 (12:30)
Eplinger

Hochkar und Ötscher sind aktuell die beiden einzigen Skigebiete in den Ybbstaler Alpen, wo die Liftanlagen in Betrieb sind. Am Hochkar sind seit dem Wochenende sogar alle acht Lifte eingeschaltet und neun der insgesamt 20 Pisten geöffnet. „Wir beschneien so viel als möglich, sind aber natürlich auch auf die Temperaturlage angewiesen. Seit dem Neujahrstag gab es oft Inversionswetterlage. Da war es am Berg wärmer als im Tal. Dennoch konnten wir am Samstag am Hochkar die Leckerplanabfahrt freigeben. Und auch bei der Standardabfahrt sollten wir bald grünes Licht geben können“, schildert Rainer Rohregger, Geschäftsführer der Hochkar Bergbahnen am Montag im NÖN-Gespräch.

Am Ötscher sind aktuell neben dem Kinderland der Eibenkogel-Vierersessellift, die Ötscherbahn auf den Kleinen Ötscher (Familienabfahrt ist offen) sowie der Kälberhalt-Schlepplift in Betrieb. „Dort hoffen wir, bis zum Wochenende auch den Fuchswald-Schlepplift samt Piste in Betrieb nehmen zu können“, sagt Ötscherlift-Geschäftsführer Andreas Buder.

Insgesamt sei man mit der Auslastung und der Disziplin der Skigäste in den beiden Skigebieten recht zufrieden. Große Staus in den Wartebereichen blieben bislang aus. „Da wir relativ viele Liftanlagen in Betrieb und zusätzlich die Anzahl der Skigäste kontingentiert haben, gibt es weder am Lift noch auf den Pisten größere Menschenansammlungen. Es funktioniert eigentlich alles bestens“, zieht Buder – er ist ja auch Prokurist der Hochkar Bergbahnen – eine positive Corona-Ferienbilanz.

Ab 7. Jänner wird am Hochkar das Kontingent dahingehend aufgestockt, dass erstmals in dieser Saison auch Ganztagestickets erhältlich sein werden. Allerdings wird es auch diese nur online zu kaufen geben.

Forsteralm-Königsberg: „Wir brauchen Kälte“

Nicht ganz so happy ist man in den anderen Skigebieten der Ybbstaler Alpen. „Wir harren der Dinge und hoffen endlich auf einen kalten Tag, um weiter beschneien zu können. Den brauchen wir sowohl auf der Forsteralm als auch am Königsberg, um dort am Wochenende zumindest einen eingeschränkten Liftbetrieb aufnehmen zu können“, weiß Herbert Zebenholzer, Geschäftsführer der gemeinsamen Forsteralm-Königsberg Betriebs GmbH.

In den vergangenen Tagen war es zwar in Bodennähe relativ kalt, aber in der Höhe war es zu warm, um Kunstschnee zu erzeugen. „Wir hatten da meist nur um null Grad. Da bekommen wir keinen Schnee, sondern nur Wasser. Am Königsberg etwa haben wir drei Schneekanonen mit rund 25 Metern Höhendifferenz stehen. In Betrieb nehmen konnten wir nur jene, die am nähesten im Tal steht. Und auch die nur eingeschränkt. Wir müssen einmal 24 Stunden mit hoher Leistung durchschneien können, um einen sinnvollen Betrieb zu gewährleisten“, schildert Zebenholzer. Derzeit mache es auch keinen Sinn, die vorhandenen Kunstschneehaufen zu verteilen. „Da bringen wir maximal eine zehn Zentimeter hohe Schneeschicht zusammen. Die wäre nach einem Skitag wieder weg“, weiß Zebenholzer.

Keine erfreulichen Nachrichten gibt es auch von den Langlaufloipen. In Lackenhof und am Turmkogel waren zwar einige wenige Kilometer gespurt, aber ohne zusätzlichen Neuschnee wird wohl auch dort das Loipenvergnügen wieder ein schnell endendes werden.