Erster Schritt in die Zukunft in Oberndorf

Präsentation der Bürgerbefragung zum Projekt „WOW – Wie Oberndorf wird“.

Erstellt am 13. Oktober 2021 | 19:52
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Präsentation der Fragebogen-Ergebnisse: Paul Schachenhofer (NÖ.Regional), Bürgermeister Walter Seiberl, Projektteam-Leiterin Erika Baumgartner und Alexander Schreibeis (von links). 
Foto: ranz Reiterer

Oberndorf plant für die Zukunft: „WOW – Wie Oberndorf wird“ – unter diesem Motto startete die Gemeinde einen Leitbildprozess mit breiter Bürgerbeteiligung.

Bereits im Sommer wurde eine Befragung durchgeführt, an der sich 440 Personen beteiligt haben. Der Fragebogen stellte in verschiedenen Themengruppen, wie Schule, Sport, Freizeit, Senioren und Wirtschaft fest, inwieweit sich die Oberndorfer in ihrer Gemeinde wohlfühlen – und was sie gern ändern würden. Das Ergebnis dieser Befragung wurde am vergangenen Samstag von Paul Schachenhofer von NÖ.Regional in der Sporthalle Oberndorf der Bevölkerung präsentiert.

„Zusammengefasst ergeben sich aus dem Befragungsergebnis schon einige konkrete Themen für die weitere Arbeit“, erklärt die Leiterin des Projektteams, Erika Baumgartner. Die Menschen in Oberndorf wünschten sich etwa einen belebteren Ortskern, einen zweiten Nahversorger, ein Kaffeehaus und einen Wirt.

Bis zum Frühjahr wird Leitbild erstellt

Erste Priorität, schlussfolgert Erika Baumgartner, habe also die wirtschaftliche Entwicklung des Ortes mit Betriebsansiedelung und Aktivierung der Leerstände im Ortszentrum, was der Bevölkerung ein großes Anliegen sei. Der Ausbau von Freizeitaktivitäten für Jugendliche ohne Vereinszugehörigkeit falle ebenso unter die wichtigen Punkte des Befragungsergebnisses. Das Thema Mobilität mit Erweiterung des Radwegenetzes, dem Schwerpunkt aktive Mobilität und Verbesserungen der Verkehrssicherheit im Ortszentrum seien ebenfalls wichtige Themenbereiche. Als vierter Schwerpunkt wird die Verbesserung der Kommunikationskanäle zu den Bürgern ins Arbeitsprogramm aufgenommen.

Oberndorf habe in jeder Hinsicht viel Potenzial, argumentiert Erika Baumgartner: „Das alte Feuerwehrhaus, das Pfandlerhaus – das sind Leerstände, für die wir eine gute Nachnützung finden könnten.“ Die Fragebögen hätten ergeben, dass die Oberndorfer Bürger sich Treffpunkte wünschen: „Dafür bietet sich etwa die Gemeindewiese an, wo die dringend anstehende Sanierung des Spielplatzes ein großes Thema ist.“

Der Weg zum Leitbild erfolgt in mehreren Schritten: Zu einer ersten Arbeitssitzung am 3. November sind alle Bürger eingeladen. Dort werden sich die Arbeitsgruppen Wirtschaft, Mobilität, Familie und Kultur sowie neue Kommunikationswege bilden. Bis Februar arbeiten die Gruppen selbstständig, im Frühjahr 2022 wird im Rahmen einer Zukunftswerkstatt das Oberndorfer Leitbild erstellt. „Das Leitbild soll eine Vision darstellen: Es wird definieren, was wir wollen, und wie wir unseren Ort positionieren wollen“, sagt Projektteam-Leiterin Baumgartner.

Die gesamte Auswertung der Umfrage ist auf der Homepage der Gemeinde und auf www.wow21.at zu finden.