Projektupdate liefert zusätzlichen Ökostrom. Updates können zu erheblichen Leistungssteigerungen führen. Was wir aus dem Computerbereich kennen, gilt auch für das Windkraftprojekt „Schildberg“: 3 Windkraftanlagen sollen dort errichtet werden - zwei davon in Böheimkirchen, eines in St. Pölten. Seit Sommer 2017 liegen dafür alle Genehmigungen vor. Da aber die Fördertöpfe leer waren, stand das Projekt über zwei Jahre in der Warteschlange.

Von Redaktion noen.at. Erstellt am 26. Juni 2020 (10:03)
Klaus Rockenbauer

In der Zwischenzeit ist jedoch die technische Entwicklung im Windkraftbereich nicht stehen geblieben: „Mittlerweile gibt es Windkraftanlagen, die am selben Standort wesentlich mehr ökologischen Strom produzieren können, als jene, die wir ursprünglich im Projekt geplant haben“, erläutert EVN Sprecher Stefan Zach.

Aus diesem Grund hat sich die EVN dazu entschlossen, dem Projekt noch vor der Umsetzung eine „Update“ zu verpassen: Die ursprünglich geplanten Anlagen sollen durch die neueste Generation ersetzt werden. Statt wie ursprünglich geplant rund 7.700 Haushalte können dann rund 9.400 Haushalte mit ökologischen Strom aus der Region versorgt werden.

„Dieser Mehrertrag entspricht dem privaten Strombedarf einer kleineren Stadt, den wir regional abdecken können, ohne ein zusätzliches Windrad errichten zu müssen“, zeigt sich Zach begeistert.

Die nächsten Schritte

Das modernisierte Projekt „Schildberg“ wurde im Rahmen eines sogenannten „18b Verfahrens“ bei der Genehmigungsbehörde eingereicht. Sobald alle Unterlagen vollständig sind, werden sie öffentlich aufgelegt. Danach ist die Genehmigungsbehörde mit einer Entscheidung am Zug. „Wenn alles gut geht, möchten wir noch Ende dieses Jahres mit dem Bau beginnen und den Windpark im Herbst / Winter 2021 in Betrieb nehmen“, so Zach.

Die Änderungen im Überblick

Windpark genehmigt:

  • 3 x Vestas V126, gesamt 10,35 MW
  • Erzeugung / Jahr: 27 GWh, Strom für rd. 7.700 Haushalte

Windpark neu:

  • 3 x Enercon E138, gesamt 12,6 MW
  • Erzeugung / Jahr: 33 GWh, Strom für rd. 9.400 Haushalte