Erstellt am 11. Oktober 2018, 13:42

von NÖN Redaktion, NÖN Sonderjournal-Redaktion und Gila Wohlmann

Wandern: Diese Dinge gehören in die Rucksackapotheke. Auch besonders geübte Wanderer können sich verletzen. Um auf Blasen, Wunden & Co. vorbereitet zu sein, zahlt es sich aus, eine handliche Apotheke mit zu tragen. Was da hineingehört, dabei können Apothekerinnen und Apotheker helfen.

Damit Wandern auch bei kleinen Unannehmlichkeiten wohltuend ist, macht eine Apotheke im Rucksack Sinn.  |  Patrizia Tilly/Shutterstock.com

Durch die bunten Wälder wandern, frische Luft einatmen, weit oben den Ausblick genießen oder im Wald verträumte Plätze entdecken – wandern kann wunderbar sein. Und: Gesundheit und Wohlbefinden profitieren.

Schon kleine Verletzungen aber können ärgerlich oder lästig werden. Wie zum Beispiel Blasen an den Füßen. Dazu braucht es nicht viel. Ein verrutschter Socken, ungeeignete Schuhe oder empfindliche Füße – und schon schmerzt die Ferse nach wenigen Kilometern. Dann heißt es: Zum Blasenpflaster greifen! Spätestens dann, wenn die Haut gerötet und leicht erhaben ist. So kann man die Stelle vor weiteren Reizungen schützen.

Blasenpflaster als Grundausstattung

Blasenpflaster zählen daher zur Grundausstattung einer Wanderapotheke. Ist eine Blase bereits geplatzt, dann empfiehlt es sich, die Wunde mit einer antiseptischen Lösung zu spülen und mit einer sterilen Auflage abzudecken. Tipp: Wer übrigens Blasen vorbeugen will, der sollte passendes Schuhwerk verwenden, geeignete Socken usw. Man kann die Füße auch mit einer speziellen Hautpflege – zum Beispiel Hirschtalgcreme oder Melkfett einschmieren. Treten Blasen häufig auf derselben Stelle auf, kann man dort schon vorbeugend ein spezielles Gelpflaster anbringen.

Was abgesehen vom Blasenpflaster noch in eine Rucksackapotheke gehört? Dabei können Apothekerinnen und Apotheker behilflich sein.

Häufige Stürze oder Ausrutscher

Beim Wandern kommt es häufig zu Stürzen oder Ausrutschern, die rasch behandelt werden müssen. Daher beinhalten Wanderapotheken Verbandsmaterialien, wie Heftpflaster und spezielle Pflaster gegen Schürfwunden, sterile Wundauflagen und Mullbinden zum Fixieren sowie ein Desinfektionsmittel.

Bei Schürfwunden gilt es, diese sofort unter fließendem Wasser auszuwaschen und mit Desinfektionsmittel, sterilen Kompressen und einer Mullbinde zu schützen.

Auch ein Kühlspray oder ein kühlendes Gel für stumpfe Verletzungen, bei Verstauchungen und Bänderzerrungen sollten mit. Ein Schmerzmittel einzupacken ist ebenfalls empfehlenswert.

Darüber hinaus bewähren sich Einmalhandschuhe, eine Schere, Sicherheitsnadeln sowie eine Pinzette. Speziell bei Bergtouren empfehlen Experten eine Rettungsfolie aus Alu, um Verletzte am Berg vor dem Auskühlen zu bewahren.

Ebenfalls sinnvoll sein können Magnesium- und Kalium-Produkte. Der Mineralstoffhaushalt kann durch lange Anstrengung und Schwitzen beeinflusst werden. Apropos schwitzen: Trinken ist besonders wichtig!

Einpacken kann man auch – wie bei allen Outdoor-Aktivitäten – Sonnenschutz und Insektenschutz.

Es gilt daher: Egal ob eine Bergtour mit der Familie, eine Alpinwanderung oder eine mehrtägige Trekkingtour geplant ist – eine kleine Rucksackapotheke für Notfälle sollte immer mit dabei sein.

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