Spannende Wanderung durch die Wachau. Die NÖN präsentiert mit den Reisereportern Gerald und Sonja Lechner die schönsten Wanderrouten in Niederösterreich. Jede Woche stellen wir eine interessante Route aus allen Vierteln Niederösterreichs vor… Egal ob linkes oder rechtes Donauufer, drei Dinge gelten in jedem Fall: einzigartige Landschaft, herrliche Ausblicke und spannende Wege!

Erstellt am 13. Mai 2021 (08:00)
Die Reisereporter

Egal ob linkes oder rechtes Donauufer, drei Dinge gelten in jedem Fall: einzigartige Landschaft, herrliche Ausblicke und spannende Wege! So auch bei unserer Tour von Rossatz am Südufer der Wachau hoch hinauf durch den Wildschweingraben und dann über den Panoramaweg ans Ende von Rührsdorf. Zurück zum Start schlendern wir an der Donau entlang und genießen die TakeAways der Heurigen in den Orten.

Start unserer Wanderung ist der Wanderparkplatz mitten in Rossatz. Hier beginnt auf der rechten Seite (wenn man Richtung Süden schaut) der Wanderweg, der uns hinter der letzten Häuserreihe des Ortes stromaufwärts bringt. Bald kommen wir zu einer Kreuzung, wo wir uns nach links zum Wald hin wenden. Am Waldrand findet ihr einige Wegweiser und Wegmöglichkeiten, wir entscheiden uns für den recht gerade nach hinten in den Wald hinein. Schon bald zweigt unser Pfad vom Hauptweg auf der rechten Seite ab und der Wildschweingraben beginnt. Hier könnten wir auch weiter zum Seekopf und zur Hirschwand gehen.

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Im Graben geht es ständig bergauf, aber angenehm schattig und auch nicht zu steil. Es ist dies der einzige Abschnitt der Tour, der uns so richtig bergauf bringt. Wildschweine sehen wir keine - die Vorstellung hier von einem Borstenvieh verfolgt zu werden ist aber schon recht spannend: was wäre da wohl besser hinauf oder hinunter?

Wie so oft in der Wachau wundern wir uns auch hier über die alten Steinmauern, die wir im Wald entdecken. Es ist beeindruckend, bis in welche Höhen und auf welch schwierigem Untergrund früher Landwirtschaft betrieben wurde und welch immense Leistung notwendig war, um diese Steinmauern zu errichten.

Einmal zweigt von unserem Waldsteig ein Weg ab - es ist der Jankerlweg, das letzte Stück unseres Abstiegs werden wir auf ihm gehen. Wer die Wanderung abkürzen möchte, der könnte hier schon in den Weg einsteigen. Aber: er versäumt den herrlichen Felsenbereich am Gipfel samt Ausblick auf das gegenüber liegende Weißenkirchen.

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Am höchsten Punkt unserer heutigen Wanderung mündet unser Pfad in eine Forststraße - nach links geht es weiter zum Seekopf, wir wenden uns aber nach rechts. Felsen im Wald laden uns zu einer Rast ein - geht links vorbei zum "Gipfel" der Felsen, dort ist es herrlich zum Jausnen!

Wir konnten hier Eidechsen beobachten, sowohl die grüne Smaragdeidechse als auch die braunen Eidechsen. Seid also leise und schaut genau - vielleicht seht ihr die flinken kleinen Schönheiten.

Hinunter geht es für uns nun auf der Forststraße, derzeit säumen blühende Kirschbäume den Weg, zwischen deren Ästen immer wieder die Donau mit ihren malerischen Wachauorten aufblitzt. Nach einigen Kehren zweigen wir in einer Linkskurve auf einen Waldweg ab, oben an einem Baum ist ein Schild mit "Gottesacker" montiert. Dieser Waldweg bietet euch ein wunderbares Panorama, exakt eine Stufe höher als der Panoramaweg, dem wir dann wieder stromaufwärts retour folgen. Wenn vor euch ein Hochstand auftaucht, dann schaut auf den linken Wegrand: hier zweigt unser Abstiegsweg in den Wald hinein ab. Es ist der Jankerlweg, von dem ich euch vorher erzählt habe. Auf ihm gehen wir bis ganz hinunter, wo er auf den Panoramaweg trifft.

Die Reisereporter

Hier wenden wir uns nach links und gehen diesem schönen Weg entlang nach Rührsdorf. Er ist einfach zu gehen, ganz wenig bergauf und bergab. Zu unseren Füßen das Donautal mit Wein- und Obstgärten. Und da entdecken wir etwas Spannendes: in einem Obstgarten sitzen großzügig verteilt kleine Menschengruppen und halten ein Picknick ab. Was für eine coole Idee - im Endspurt des Lockdowns leckere Heurigenjausen mitten dort, wo sie hingehören. Da ist auch schon die Infotafel des innovativen Heurigen. Klar, dass wir mal gleich das Telefon zücken und unsere Jause reservieren!
Zuvor verlassen wir an einer Kreuzung den Panoramaweg und gehen nach rechts hinunter Richtung Rührsdorf. Wir überqueren die Hauptstraße und folgen dem Feldweg zur Donau. Entlang des Stromes und vorbei an Obstgärten gelangen wir in den Ort. Zum Glück ist im Rucksack noch ein wenig Platz: ein Weinautomat auf der linken Seite der Straße und kulinarische Take-Away-Angbote gegenüber bringen uns gleich ein wenig in Urlaubsstimmung. Ja, wir sind ehrlich: wir sehen uns schon danach, wieder mal wo einzukehren und gemütlich zu sitzen. Die Möglichkeiten hier sind aber schon ein erster Vorgeschmack in die richtige Richtung. So schlendern wir die Donaulände entlang und bewundern die hübsch heraus geputzten Häuser des kleinen Ortes. Weiter geht es entlang der Donau - ihr habt hier die Möglichkeit, über eine Brücke auf eine Donauinsel zu gelangen, wo ihr es euch am Strand gemütlich machen könnt. Wir entscheiden uns heute, direkt weiter zu gehen.

Durch Obstgärten - die Apfelbäume sind knapp vor der Blüte - geht es zurück nach Rossatz, wo wir am Beginn des Ortes hoch in den Ort gehen. Auch hier laden einige Heurige ein, Speisen und Getränke mitzunehmen. In der Wachau geht keiner leer aus und vermutlich kann auch keiner dem bunten Angebot widerstehen. Wir als bekennende Genießer sowieso nicht - und so kaufen wir uns neben Hauerjause, Wachauer Laberl und einer Flasche Gelben Muskateller auch noch einen Kaffee und eine hausgemachte Torte. Herrlich! Noch dazu bei Sonnenschein und warmen Temperaturen mitten in der Wachau!

Zum Auto sind es nur mehr wenige Schritte durch den Ort - Rossatz ist wirklich hübsch und zu unserer Schande müssen wir feststellen, dass wir noch nie hier spaziert sind. Das holen wir heute nach und lassen uns Zeit, die charmanten Häuser zu bewundern.

Noch viel mehr von dieser Wanderung wie Wanderkarte, GPS-Track und viele Fotos unter: www.diereisereporter.at

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