Von Maria Langegg auf die Ruine Aggstein

Wer kennt sie nicht, die Sage vom Rosengärtchen und der Eisenkette über die Donau, um Schiffe aufzuhalten und auszurauben - die Ruine Aggstein ist wohl eine der imposantesten Raubritterburgen entlang der Donau und immer wieder einen Besuch wert. Eine unserer persönlichen "Haustouren" ist die Wanderung von Maria Langegg zur Ruine - ist sie von der Länge und vom Weg so angelegt, dass sie zu jeder Jahreszeit und auch schnell mal am Nachmittag gemütlich erwandert werden kann.

Erstellt am 23. September 2021 | 07:02
Die Reisereporter Ruine Aggstein
Foto: Die Reisereporter

Der Start der Tour ist am Parkplatz entlang der Hauptstraße durch Maria Langegg - kommt ihr von der Gansbacherseite hoch, dann liegt er auf der linken Seite. Hier findet ihr auch eine Informationstafel, auf der ihr euch den Weg schon mal anschauen könnt. Gleich neben dem Parkplatz führt eine Straße nach links, wo ihr bereits den ersten Wanderwegweiser findet. Die Markierung ist auf dieser Strecke wirklich vortrefflich - fast keine Chance, sich zu verlaufen. Entweder ist ein gelber Pfeil vorhanden oder aber ihr könnt dem "w" oder "d" folgen. Bei uns waren ja diese "W" und "D" eine besondere Markierung, als unsere Söhne Wolfram und Dietmar noch klein waren. Ihr könnt es sicher schon ahnen: jeder hatte seine eigene Wandermarkierung, eben das D oder W. Zum Glück gibt es beide, so waren beide Wanderknirpse zufrieden und fühlten sich sehr geschätzt!

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Die Reisereporter

Im Ort geht ihr an hübschen Häusern vorbei, bevor sich der Forstweg ein wenig bergauf entlang einer Christbaumkultur nach oben wendet. Recht große Christbäume, wachsen hier, die passen eher in eine Villa mit hohen Räumen als in ein normales Haus. Aber wir hätten uns schon mal einen Baum gesehen - ist bei uns so ein kleines Spiel, immer mal nach dem nächsten Christbaum Ausschau zu halten, wenn wir welche sehen. Im Hause Lechner ist der Christbaum-Kauf eine wichtige Angelegenheit, er wird mit viel Bedacht ausgewählt. Da gibt es keine halben Sachen. Größe, Dichte und Form - ja, da haben wir schon so unsere Vorstellungen. Wenn ich ehrlich bin: ich bin die Heikelste, würde den Kauf des Christbaums an niemanden in der Familie abgegeben. Hier braucht es meine höchstpersönliche Freigabe.

Weiter führt uns die Wanderung in den lichten Wald, der zu jeder Jahreszeit mit einem Mix an Bäumen von verschiedenen Laubbäumen bis zum Nadelwald sehr unterschiedlich ist und uns viele Grün-Facetten bietet.

Die Reisereporter Ruine Aggstein
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Der Weg geht recht eben dahin, hin und wieder sind leichte Steigungen vorhanden. Manchmal geht es auch bergab. Aber alles sehr sanft und gemütlich. Das ist diese Wanderung auch: eine gemütliche Tour auf guten Wegen. Ideal für die erste im Frühling nach der Winterpause (falls ihr eine solche macht), für Wanderanfänger oder aber für Tage, wo es mehr ums Dahinschlendern und Waldgenießen geht als um die sportliche Herausforderung.

Einmal gilt es etwas aufzupassen beim Weg: ein Kreuzung, auf der die Markierung fehlt - oder besser gesagt, umgefallen ist: der Pfeiler liegt auf der rechten Seite am Hang im Gras. Aber vielleicht ist er bei euch auch schon wieder aufgestellt. Hier geht ein Weg steil nach oben und der andere eher eben dahin: und wie es meist beim Wandern ist - der obere ist der richtige!

Die Reisereporter Ruine Aggstein
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Das letzte Stück Richtung Ruine ist ein netter Waldpfad, der zwar schmäler ist von der Breite, aber vom Untergrund genau so gut zu gehen ist wie der Rest der Strecke.

Bald danach taucht auch schon die Ruine auf. Für uns gehört die Ruine Aggstein ja zu den besonderen Kindheitserinnerungen - daher besuchen wir sie immer wieder gerne. Nicht nur, weil das Essen hervorragend ist. Die wilden Raubrittergeschichten haben unsere Phantasie beflügelt und ob bei Schulausflügen oder mit der Familie, auf der Ruine gab es immer viel zu entdecken. So ist es heute noch, ein Besuche ist immer wieder ein Erlebnis!

Die Reisereporter Ruine Aggstein
Die Reisereporter

Vor der Ruine findet ihr viele Möglichkeiten für eine kleine Jause - unser Lieblingsplatz liegt ein wenig weiter vorne bei den Kletterfelsen auf einem kleinen Felsvorsprung, hier hat man einen tollen Blick auf die Ruine und auf die Wachau zu unseren Füßen. Für die Fotografen unter euch: ein Top-Fotospot.

Rückweg und Hinweg sind identisch. Einmal habt ihr einen besonders malerischen Blick auf Maria Langegg - falls ihr diese Aussicht nicht ohnehin schon am Hinweg gesehen habt. Das macht gleiche Rückwege auch immer spannend: so manche Aussicht würde man nicht sehen, erst am Retourweg erschließen sie sich.

Noch viel mehr von dieser Wanderung wie Wanderkarte, GPS-Track und viele Fotos unter: www.diereisereporter.at

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