Gehhilfen: Die "guten Gehilfen" im Überblick. Gehhilfen ermöglichen körperlich eingeschränkten Menschen, ein gewisses Maß an Unabhängigkeit zu behalten. Diese gibt es in unterschiedlichen Formen.

Erstellt am 11. Februar 2019 (14:23)
Monkey Business Images/Shutterstock.com
Gehgestell

Es gibt sie in vielen Größen, Farben und Formen: die Gehhilfen. Vom klassischen, einfachen Gehstock über den Rollator bis hin zum Rollstuhl. Damit eine Gehhilfe jedoch zum wahren kleinen Helfer des Alltags wird, muss zunächst der Zweck der Gehhilfe eruiert werden. Soll sie eine Stütze sein? Als Entlastung einer Körperhälfte? Als Sicherheit dienen? Oder eine Art Transportmittel sein?

Linda Bucklin / Shutterstock.com

Sind diese Fragen geklärt, sind die Weichen für die Suche nach der passenden Gehhilfe gestellt. Ob Rollstuhl, Rollator, Eulenberg-Gehwagen, Delta-Gehrad oder Gehgestell – sie alle werden oft zum wichtigsten Hilfsmittel für die Bewältigung der täglichen Routine im Alltag von Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen.

Einfache Abhilfe mit dem Gehstock

Die einfachste Form der Gehhilfe ist der Stock. Gehstöcke bestehen aus Metallrohren, die mit einem etwas flexiblen, rutschsicheren Gummi versehen sind. Wichtig ist, dass der Stock die richtige Länge hat. Diese wird durch den Abstand zwischen Boden und Handgelenk des im Ellenbogen um ca. 20 bis 30 Grad gebeugten Armes ermittelt.

Bei Mehrfußgehhilfen handelt es sich um Gehstöcke mit drei, vier oder fünf „Füßen“, wodurch eine größere Unterstützungsfläche entsteht.
Der Rollstuhl ermöglicht körperlich eingeschränkten Menschen vieles, wie Einkäufe und Amtswege, selbst zu erledigen und somit auf weniger Hilfe angewiesen zu sein. Abhängig von den jeweiligen Bedürfnissen gibt es unterschiedliche Formen: zusammenfaltbar, in sportlicher Variante, mit mechanischem Handantrieb, solche, die mit dem Kinn oder dem Fuß gesteuert werden etc.

Den Rollator gibt es in mehreren Formen

In ebenfalls mehreren Formen gibt es den Rollator − ein Gehwagen mit vier Rädern, der mit Bremsen und oft mit Körben oder Sitzflächen ausgestattet ist. Indem dieser vor sich hergeschoben wird, hilft er, das Gleichgewicht zu halten.

FamVeld/Shutterstock.com
Rollator

Der Eulenburg-Gehwagen wird, wie der Rollator, vor sich her geschoben und ist zusätzlich mit Achselpolstern ausgestattet.
Das Delta-Gehrad ist, da es im Gegensatz zu anderen Gehwagen nur drei Räder hat, vor allem für Menschen gedacht, die nur eine leichte Gangunsicherheit haben.

Agenturfotografin/Shutterstock.com
Delta-Gehrad

Starrer ist das Gehgestell. Da es keine Räder hat, muss es bei jedem Schritt angehoben werden, weshalb es vor allem für unsichere Personen gedacht ist. Die beweglichere Form des Gehgestells erfordert eine ausgeprägte Koordination, da abwechselnd das linke und rechte Gelenk des Gestells vorgestellt wird.