Ein Badezimmer ohne Barrieren. Duschen ohne Schwellen, Haltegriffe, unterfahrbare Waschtische, rutschfeste Fliesen und ausreichend Bewegungsraum – so ist die Körperpflege ohne Hilfe bis ins hohe Alter möglich.

Erstellt am 09. Februar 2019 (13:33)
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Plant man eine barrierefreie Dusche, gilt es einige Dinge zu beachten: 

  • Der Einstieg muss ohne Stolperfallen möglich sein.
  • Um bequem sitzen zu können, sollte man einen an die Wand montierten Duschsitz einplanen, der auch klappbar ist.
  • Oder: Es sollte Platz für einen Duschsessel sein, der mit Armstützen und Rückenlehne eine stabile und gleichzeitig flexible Lösung bietet und sich auch gut für das Waschbecken eignet.
  • Außerdem kann in einer Dusche die Hilfestellung in aufrechter Haltung erfolgen und die ebenen Flächen sind auch leicht zu reinigen.

Auch bei den Toiletten sollte man einige Vorgaben beachten:

  • Das WC zu Hause muss in der Gestaltung an die Anforderungen der Familie angepasst und auf die Raumsituation abgestimmt sein.
  • Feststellen, an welcher Wandseite der fixe Haltegriff gebraucht wird. Das ist abhängig von den Anforderungen des Benutzers.
  • Eine Bewegungsfläche von mindestens 150 cm muss sein.
  • Eine WC-Sitzbretthöhe von 46 bis 48 cm ist empfohlen, das ist etwas höher als normal, damit das Überwechseln vom Rollstuhl leichter fällt und das Aufstehen für ältere Menschen nicht so mühsam ist.
  • Auf einer Seite vom WC mindestens 90 cm freibleibende Fläche, dann kann man mit dem Rollstuhl zufahren und überwechseln oder hat ausreichend Platz für Hilfestellung.
  • Für Rollstuhlfahrer eine verlängerte Variante mit Rückenstütze vorsehen. Kein WC-Deckel, denn dieser schmerzt am Rücken.
  • Die WC-Tür soll nach außen aufgehen, damit bei einem Sturz Hilfeleistung möglich ist. Und die Tür sollte mindestens 90 cm Breite haben.

Und das Handwaschbecken?

  • Ausreichend Beinfreiheit unter dem Waschbecken muss vorhanden sein, damit man davor bequem sitzen oder es mit einem Rollstuhl unterfahren kann. Dafür eignet sich jeder flache Waschtisch mit Unterputz- oder Flachaufputz-Siphon.
  • Der Waschtisch muss in der gesamten Tiefe mindestens 70 cm unterfahrbar sein.
  • Die Armaturen sollten leicht im Sitzen erreichbar, „greiffreundlich“ und auch mit schlechter Feinmotorik gut bedienbar sein. Berührungslose Armaturen sind eine komfortable und wassersparende Lösung.

Mehr dazu:

BARRIERE:FREI!, HANDBUCH FÜR BARRIEREFREIES WOHNEN, Eigentümer, Herausgeber & Verleger: Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz, www.sozialministerium.at