Die Welt der Smartphones für Senioren. Notruf, Fahrplan oder die Fotos der Enkel immer dabei. Mobiltelefone erleichtern Senioren den Alltag. Vorsicht ist bei Nutzung aber geboten.

Von Gila Wohlmann. Update am 22. Februar 2019 (13:14)
Olena Yakobchuk/Shutterstock.com

„Nein, ich will kein Handy. Ich habe ja mein Festnetztelefon!“ Früher gängige Aussagen wie diese der Generation 50plus verstummen immer mehr. Meist aufmerksam gemacht über ihre Kinder oder Enkel, die die Bedienung eines Smartphones als „babyleicht“ bezeichnen und dieses oftmals fixer Begleiter in deren Alltag ist, wächst das Interesse der Senioren an der „Wunderwelt“ Smartphone.

„Ein Smartphone bietet gerade für ältere Personen viele Möglichkeiten, wie die Nutzung diverser Apps, beginnend von der Polizeinotruf-App bis hin zu Fahrplan-Apps öffentlicher Verkehrsmittel“, weiß Kriminalpräventionsbeamter Max Schernhammer. Doch worüber noch immer einige nicht ausreichend informiert sind, ist die Tatsache, dass das Verwenden von Apps und das Bewegen in der Onlinewelt auch Gefahren birgt. „Apps sollte man nur über den Appstore runterladen, weil dort werden sie geprüft. Man kann sich dort auch über Bewertungen der jeweiligen App informieren“, führt er aus. Wen Werbungen am Smartphone nerven, der kann diese über die App-Berechtigungen unterbinden.

Für jedes Smartphone, Tablet oder jeden PC ist es unumgänglich, die Privatsphäre-Einstellungen bei der Nutzung sozialer Netzwerke genau einzugeben. „Ansonsten sind Infos öffentlich und jeder kann diese sehen“, warnt er. Ein modernes Virenschutzprogramm mit regelmäßigen Updates sollte auf jedem internetfähigen Gerät installiert sein. Große Freude macht es Großeltern, wenn diese Bilder ihrer Enkel erhalten oder anfertigen. Beim Onlinestellen oder Verschicken dieser Bild- oder Videodateien muss man aber äußerst überlegt vorgehen. „Wenn man vermeintlich harmlose Bilder außerhalb der Familie zugänglich macht, kann man sich leicht ungewollt – natürlich ist das motivabhängig – der Weitergabe kinderpornographischen Materials schuldig machen“, warnt er. Und: Smartphones sind ein begehrtes Diebsgut. Nie sollte man sie unbeaufsichtigt öffentlich liegen lassen und stets mit Fingerprint oder Tastenkombination versperren.