Erstellt am 12. März 2018, 13:10

von NÖN Redaktion

Die richtige Bewässerung für eure Pflanzen. Sorgfältige Bewässerung ist nötig, damit der Salat nicht ledrig schmeckt, das Gras grün bleibt, die Blume den Kopf nicht hängen lässt.

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Keine Faustformel und auch kein Patentrezept: Die Wasserzuführung im Garten ist nicht unbedingt leicht. Die Natur hat eben ihren eigenen Kopf und der Mensch hat bis heute nicht alle Zusammenhänge durchschaut.

Ist er aber geduldig und aufmerksam, dann weiß er nach einer gewissen Zeit, wie seine Bereiche des Gartens ticken und wann, wo, wie viel Wasser gebraucht wird. Denn das kühle Nass ist nicht nur lebensnotwendig, sondern beim Gemüse auch ein wichtiger Geschmacksgeber. Holziger Kohlrabi, bittere Gurke, ledriger Salat, aufgeplatzter Paradeiser oder scharfes Radieschen lassen auf Wassermangel schließen.

Das will jeder Gärtner vermeiden. Er kann daher rechtzeitig zur Gießkanne greifen oder sich mit einem automatischen Bewässerungssystem helfen lassen.

Automatik liefert die richtige Wassermenge

Bequem und zeitsparend: Das sind die Vorteile einer automatischen Bewässerung. Jede einzelne Zone des Gartens bekommt dann Wasser, wenn es gebraucht wird – und das gleichmäßig und in der richtigen Menge.

Automatische Systeme übernehmen diesen wichtigen Job eines jeden Hobbygärtners, selbst wenn er über einen längeren Zeitraum (etwa im Urlaub) fort ist: eine optimale Ergänzung und enorme Arbeitserleichterung. Nötig ist lediglich eine leicht bewältigbare Programmierung.

Ganz wesentlich ist hierbei die Steuerung: Der kleine Computer mit Uhr bringt die Bewässerung zu voreingestellten Zeiten in Gang. Die jeweiligen Modelle sind über eine Tastatur einfach oder etwas komplexer zu bedienen, zum Beispiel mit mehreren Programmen und individuell steuerbaren Leitungssträngen.

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Aber selbst die einfachen Ausführungen ermöglichen bis zu drei Bewässerungen pro Tag und einer Dauer von ein bis 180 Minuten. Batterien oder Fotovoltaikmodule bringen den Strom. Die Steuerung wird direkt an den Wasserhahn oder an einen Verteiler gesteckt. Grundsätzlich können mehrere Systeme gleichzeitig laufen – vorausgesetzt, der Wasserdruck stimmt. Zwei Möglichkeiten stehen dem Gärtner bei der Bewässerung zur Verfügung.

Pflanzen berieseln oder Wurzeln beträufeln?

Sprinkler verteilen das Wasser und halten zudem den Verbrauch gering, dazu werden meistens Rohre aus Kunststoff spatentief in den Boden verlegt. Sie bleiben unsichtbar und sind vor Frost gut geschützt, wenn sie mit Entwässerungsventilen ausgestattet sind. Versenkregler heben sich durch den Wasserdruck aus dem Boden. Sprinkler sind übrigens für das Gemüse ungeeignet, da die Blätter nass werden und sich Pilze ansammeln können. Anders funktioniert die Tröpfchenbewässerung.

Dünne Schläuche aus Plastik werden an die Bewässerungssteuerung angeschlossen. Löcher sind angebracht. Sie führen eine nicht unerhebliche Menge an Wasser Tropfen für Tropfen dem Boden zu – bei Bedarf direkt zur Wurzeln. Manche Systeme können punktgenau eingestellt werden. Verstellbare Düsen lassen die Durchlaufmenge präzise bestimmen.

Sensoren sind technische Helferleins, die vieles vereinfachen. Sinnvoll sind jene, die die Bewässerung stoppen, sobald Regen fällt. Manche messen sogar Bodenfeuchtigkeit und Temperaturunterschiede, um nur bei Bedarf die Leitung zu aktivieren. Das spart Wasser und vermeidet eine Überbewässerung.

Ist man im Besitz eines Brunnens oder eines anderen Reservoirs auf dem Grundstück, ist das nasse Gut sogar zum Nulltarif erhältlich.