Warum sich Unterstützung der "Naturgartenpolizei" lohnt. Zahlreich finden wir in unseren Gärten dieser Tage einen unbeliebten Gast: die Blattlaus. Sie saugt bevorzugt den Pflanzensaft junger Blätter und Triebe. Typischerweise rollen oder kräuseln sich befallene Blätter ein. Neben der Förderung natürlicher Gegenspieler, lassen sich die kleinen Pflanzensauger ergänzend mit einigen Tricks ökologisch in Schach halten.

Von Redaktion noen.at. Erstellt am 20. Juni 2019 (04:05)
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„Blattläuse scheiden Honigtau aus, der sich als klebriger Belag auf den Blättern bemerkbar macht. Oft siedeln sich darauf in weiterer Folge schwarze Rußtaupilze an. Ameisen lieben den süßen Honigtau, weshalb sie die Blattläuse gegen Feinde verteidigen. Wo sich Ameisen gehäuft an Pflanzen tummeln, sind Blattläuse meist nicht weit“, erklärt Katja Batakovic, fachliche Leiterin von „Natur im Garten“.

Ausgewogen ernährte und gesunde Pflanzen können auch einen stärkeren Blattlausbefall ertragen ohne beträchtlich geschädigt zu werden. Neben der richtigen Standortwahl bei der Pflanzung sind gute Bodenpflege und eine den Bedürfnissen der Pflanzenart gerechte, ökologische Düngung die beste Vorsorge. 

Futter für die Nützlinge 

Das A und O ist im naturnahen Garten stets auch die Schonung und Förderung unserer Naturgartenpolizei. Nützlinge wie Marienkäfer, Florfliegen, Schwebfliegen, Schlupfwespen, Raubwanzen, Ohrwürmer, Vögel, Fledermäuse, Wespen und Hornissen haben Blattläuse zum Fressen gern. Gebt den fleißigen Tieren etwas Zeit, um sich auf das Nahrungsangebot einzustellen. 

Als natürliches Hilfsmittel hat sich das Spritzen mit kaltem Auszug von Brennnesseln bewährt. Gebt dazu 1 Kilogramm frisches Kraut auf 10 Liter Wasser. Lasst den Auszug maximal 24 Stunden stehen. Unverdünnt gespritzt, wirkt dieser unterstützend für Pflanzen, die gegenüber saugenden Insekten empfindlich sind.

Entfernt die Blattläuse durch Abstreifen und spritzt befallene Pflanzen beim morgendlichen Gießen wiederholt gründlich mit einem starken Wasserstrahl ab oder stäubt taunasse Triebe mit Gesteinsmehl.