So einfach legt ihr das perfekte Hochbeet an. 2019 liegen Hochbeete voll im Trend. Garteln ist in – egal wieviel Fläche zur Verfügung steht. Nicht nur in ländlichen Regionen, sondern auch in der Stadt wird das ökologische Gärtnern immer beliebter.

Von Redaktion noen.at. Erstellt am 07. März 2019 (10:29)
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Symbolbild

Universale Möglichkeiten

Im Garten, wie auch auf Terrasse und Balkon, eignen sich Hochbeete optimal, um etwa selbst Gemüse anzubauen. Selbst pflanzen und ernten zu können beschert uns neben Glücksgefühlen vor allem frische Vitamine. Hochbeete sind über mehrere Jahre beständig und eignen sich sowohl für Blumen, Kräuter als auch Gemüse oder kleine Gehölze. Der Materialwahl sind wie der Pflanzenauswahl kaum Grenzen gesetzt. Als Einfassung können Natursteine, Ziegel, Holz oder Äste von Weiden oder Haseln dienen. „Natur im Garten“ hat in der neuen Hochbeet-Broschüre neben einer Bauanleitung 12 Bepflanzungsideen für die Gartenfans zusammengestellt. Die Broschüre ist bei allen Veranstaltungen von „Natur im Garten“ und in den „Natur im Garten“ Bildungsstandorten in Tulln, St. Pölten, Waidhofen/Ybbs, Niedersulz, Langenlois und Baden erhältlich.

Ein Hochbeet bietet zahlreiche Vorteile: es liefert hohe Erträge, ihr müsst bei der Errichtung nicht auf die Fruchtbarkeit des Bodens achten, es bildet sich keine Staunässe, durch die schnellere Erwärmung ist ein früherer Anbau möglich und nicht zuletzt entlastet bei der Arbeit euren Rücken.

Legt euer Hochbeet in Nord-Süd-Ausrichtung an, um eine optimale Sonneneinstrahlung zu erzielen. Ebnet den Untergrund, damit das Hochbeet gerade steht und sich später nicht verzieht. „Solltet ihr euch für ein Hochbeet mit Holzeinfassung entscheiden, verwendet am besten heimische Harthölzer wie Lärche oder Eiche. Auch Douglasienholz eignet sich sehr gut, wenn es aus heimischer und standortgerechter Produktion kommt“, empfiehlt die fachliche Leiterin der Initiative „Natur im Garten“, Katja Batakovic.

Als Holzschutz und gegen Erdabschwemmung könnt ihr eine Noppenfolie bzw. -bahn aus PE (Polyethylen) oder Kautschuk befestigen. Achtet  darauf, dass ihr keine Folie aus PVC (Polyvinylchlorid) verwendet. Verzichtet auf synthetische Imprägnierungsstoffe. Legt den Boden vor dem Befüllen als Schutz gegen Wühlmäuse mit feinem Wühlmausgitter aus und befestigt es an der Innenseite des unteren Hochbeetrandes.

Kompost und Erde

Darauf kommt eine ca. 40 cm hohe Schicht aus Strukturmaterial wie Ästchen und Zweigen, die ihr mit etwas Erde und einer 20 cm dicken Schicht Häckselgut oder umgedrehten Grassoden bedecken. Füllt anschließend eine 10 bis 20 cm hohe Schicht aus verrottetem Stallmist, angerottetem Laub oder anderen organischen Abfällen ein. Bildet mit 20 cm groben Kompost und darauf 10-20 cm reifen Kompost, gemischt mit Muttererde, die letzten Schichten. Die unteren Schichten des Hochbeetes speichern Wasser nicht so gut, deshalb trocknen diese relativ leicht aus. Mulchen hilft, die Verdunstung an der Oberfläche zu verringern.

Baut im ersten Jahr Pflanzen mit einem hohen Nährstoffbedarf – sogenannte Starkzehrer – an. Im zweiten Jahr ist der Stickstoffgehalt der nährstoffreichen Erde schon wesentlich gesunken. Nun können ihr auch Pflanzen mit einem geringen Nährstoffbedarf wie Spinat, Salat, Rote Rübe, Rettich und Chinakohl anbauen.