Eine Immobilie als Wertanlage?. Niedrige Zinsen bei klassischen Sparformen haben Ferienappartements, Reihen- und auch Zinshäuser als Wertanlage attraktiv gemacht.

Von NÖN Sonderjournal-Redaktion. Erstellt am 19. Oktober 2019 (04:32)
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Weniger für den kleinen Privaten, aber für Großinvestoren lohnt sich die Anschaffung eines Zinshauses

Klassische und als sicher geltende Sparformen sind in den vergangenen Jahren aufgrund der minimalen Zinserträge für viele unattraktiv geworden. Ansparformen mit größerem Risiko sehen aber nicht alle als geeignete Alternative. Immer mehr spielen daher mit dem Gedanken, sich Immobilien anzuschaffen.

Ob Bankberater, Steuerberater oder Immobilienexperte: Sie alle werden hierzu gute Ansprechpartner sein. Die Investition soll ja nicht nur gewinnbringend und auch finanzierbar sein, der Käufer soll ebenso Gefallen daran finden, unabhängig davon, ob er das erstandene Objekt nun selbst bewohnen oder vermieten möchte. Für ein erstes Hineinschnuppern in die Welt der Immobilien bietet die Online-Plattform „Wohnnet“ zahlreiche Tipps (www.wohnnet.at).

Reihenhäuser: Bei einem Reihenhaus teilen sich mehrere Einheiten ein aufgeteiltes Grundstück. So sparen die künftigen Eigentümer Kosten, weil es sich nur um eine Baustelle handelt. Das wirkt sich positiv auf den Kaufpreis aus.

Die Häuser sind Wand an Wand aneinander gereiht. Die dichte Bauweise spart Heizkosten. Da es, von den Eckhäusern abgesehen, nur zwei Außenwände gibt, geht weniger Wärme verloren. Diese beiden Wände heizen sich im Sommer aber außerdem auch nicht so auf, da diese keine Fenster haben und die Sonne nicht auf diese prallt. Angst vor Feuer und Lärm muss man nicht haben. Bei modernen Reihenhäusern sind die Zwischenwände schallisoliert und feuerfest. Der kleine Garten bringt weniger Arbeit, aber auch mehr Nähe zu Nachbarn. Das gilt es zu bedenken, sollte aber als Vorteil im Hinblick auf ein Miteinander und Einbruchsprävention gesehen werden.

Zinshäuser: Besonders interessant für Investoren und nicht für den alleinigen Privatgebrauch gedacht, sind Zinshäuser. Ob gewerbliche oder institutionelle Käufer, Stiftungen, Familiengesellschaften und wohlhabende Privatiers: Wer sein Vermögen langfristig anlegen möchte, investiert in eine solche Immobilie mit mitunter hoher Rendite. Ausschlaggebend für den Wert eines Zinshauses sind neben diesen Renditemöglichkeiten die Lage und Größe, die Substanz und der Vermietungsgrad. Zinshäuser sind Mietshäuser mit mehreren Wohneinheiten, die langfristig vermietet werden. Der Zins ist dabei die monatlich gezahlte Miete. Unter Zinshäuser fallen nicht nur die Gründerzeit-Häuser, errichtet Ende des 19. Jahrhunderts, sondern auch sämtliche Neubauten, in denen Wohnungen vermietet werden. Wichtig: Nicht dazu zählen Genossenschafts- oder geförderte Wohnungen. Häuser, die nach dem 30. Juni 1953 errichtet

wurden, gelten als „Neubau“. Das Mietrechtsgesetz findet in diesen frei finanzierten und nicht geförderten Mietobjekten nur beschränkt Anwendung. So gilt hier der Mietzins, der zwischen Vermieter und Mieter vereinbart wird.

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Reihenhäuser bieten oft eine kostengünstigere Variante zur Anschaffung eines Eigenheims mit Garten im Vergleich zu einem Einfamilienhaus.

Ferienimmobilien: Ein eigenes Ferienhaus als Geldanlage? Durch das Vermieten des Objekts kommt Geld herein, denn eine hohe Rendite ist durch die gewerbliche Vermietung garantiert, die zudem eine Erstattung der Umsatzsteuer sowie die steuerliche Abschreibung ermöglicht. Durch jährlich steigende Erträge kommt es zu einer hohen Wertsteigerung. Somit hat man sozusagen eine „Vorsorgewohnung“ als finanziellen Rückhalt. Laut „Wohnnet“ nutzen auch verschiedene österreichische Bauunternehmen diese Investitionsmöglichkeit. Die komplett und auf höchstem Niveau eingerichteten Ferienwohnungen werden an Privatpersonen verkauft, die so gleichzeitig einen Anteil an der Resort-Infrastruktur erwerben, grundbücherlich eingetragen sind und zudem ihr Apartment selbst bis zu vier Wochen im Jahr nutzen können.

Doch auch der kleine Privatinvestor kann Erträge aus der eigenen Ferienwohnung lukrieren und hat Vorteile: Man hat ein privates Urlaubsquartier und wenn man es nicht nutzt, kann man es vermieten.