Erstellt am 09. August 2018, 10:51

Die zweite Saisonhälfte im Gemüsegarten. Emsig und voller Freude ernten wir nun laufend im Gemüsegarten die Früchte unserer wochenlangen Bemühungen.

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Als erfahrene Naturgärtnerinnen und Naturgärtner bewirtschaften wir dabei stets weiterhin jede freie Fläche im Gemüsegarten, um erneut Nahrungsmittel anzubauen oder den Boden mittels Gründüngung bereits auf die Saison des kommenden Jahres optimal vorzubereiten.

„Fotte“ Zwischenkulturen & kälteverträgliche Nachkulturen

Werden die Hauptkulturen, welche eine längere Kultivierungsdauer in Anspruch nehmen, abgeerntet, machen diese im Gemüsebeet reichlich Platz für „flotte“ Zwischenkulturen oder kälteverträgliche Nachkulturen. Im Sinne der Vorteile der Mischkultur sollten auch für die Nachpflanzung Gemüsesorten kombiniert werden, die sich gegenseitig in Wachstum und Gedeihen fördern.

„Günstige Kombinationen für Zwischenkulturen sind zum Beispiel Radieschen neben Salaten und Spinat oder für eine Nachkultur ab Spätsommer beziehungsweise Frühherbst Kohlrabi mit Radieschen und Spinat. Diese Kombinationen sollten im Beet im Sinne der Fruchtfolge jedoch nicht auf die Anbaufläche von Kohlgewächsen gepflanzt werden.

Bodentherapeuten: Phacelia, Gelbsenf, Spinat & Vogerlsalat

Um brach liegende Beete vor Austrocknung, Nährstoffauswaschung oder Verschlämmung zu schützen sowie als optimale Vorbereitung für den Anbau stark- und mittelzehrender Gemüsesorten im kommenden Jahr können jetzt Bodentherapeuten wie Phacelia und Gelbsenf oder Spinat und Vogerlsalat ausgesät werden. Erstere sind eine herrliche Insektenweide und letztere liefern auch noch bis in den Spätherbst oder sogar Winter eine schmackhafte Ernte“, erklärt Katja Batakovic, fachliche Leiterin der Initiative „Natur im Garten“.      

Mit der Zwischenkultur von jungen Kopf- oder Pflücksalatpflänzchen sorgen wir für einen beständigen und abwechslungsreichen Nachschub an frischem Grün auf unserem Speisezettel. Direkt ins Freiland ausgesät, zählt der Rucola als absolut verlässlicher Keimer und gedeiht, wie auch Pflücksalat, sehr gut in Töpfen. Sommerportulak kann bis in den August hinein ausgesät werden und ist zwei- bis dreimal beerntbar. Mit einer Kulturdauer von nur etwa einem Monat gehört das Radieschen zu den absoluten Superstars der „schnellen Gemüsesorten für zwischendurch“.

Klassiker im Gemüsebeet

Sowohl roh wie auch gekocht kann Spinat bereits sechs bis acht Wochen nach der Aussaat genossen werden. Zwei weitere unkomplizierte Klassiker im Gemüsebeet, die bestehende Lücken schnell füllen, sind die Gartenmelde und die Gartenkresse. Bei der Gartenmelde ist die erste Ernte meist schon nach drei bis vier Wochen möglich. Die Gartenkresse keimt im Freiland bis in den September und kann zweimal geschnitten werden. Im Beet ist sie frühestens nach zwei Wochen, auf der Fensterbank schon nach acht bis zehn Tagen schnittreif.

Nachkulturen wiederum werden nach Hauptkulturen gesät oder gepflanzt und verlängern gemeinsam mit dem klassischen Wintergemüse die Saison bis in die kalte Jahreszeit hinein. Zur Nachkultur ab Spätsommer bis in den Herbst eignen sich vor allem Vogerlsalat, Kohlrabi, Pak Choi, Winterportulak, Spinat und Winterkresse.