Wie überstehen Rosen am besten den Winter?. Ob Rosen Winterschutz brauchen, hängt vom Kleinklima, den Bodenverhältnissen sowie der Rosensorte ab. „Natur im Garten“ hat Tipps für Sie gesammelt, wie die beliebtesten Rosensorten die kalte Jahreszeit schadlos überstehen.

Von Redaktion noen.at. Erstellt am 08. Februar 2019 (16:13)
Natur im Garten

„Alle Rosensorten freuen sich in der kalten Jahreszeit über eine Mulchschicht aus Laub. Dort machen es sich den Winter über auch Nützlinge wie Marienkäfer und Florfliegen gemütlich“, weiß DI Katja Batakovic, Fachliche Leiterin der Aktion „Natur im Garten“: „Generell benötigen die Rosen vor dem Winter keinen Rückschnitt. Schneiden Sie die Rosen erst im Frühjahr zur Zeit der Forsythienblüte. Eine Ausnahme bildet der Pflanzschnitt: Wenn Sie jetzt im Herbst Rosen setzen, schneiden Sie vor dem Einsetzen die Wurzeln um ein Drittel und die Triebe auf 20 bis 30 cm zurück.“

Wildrosen brauchen keine Hilfe

Wildrosen, wie etwa die Weinrose oder die Heckenrose, benötigen keinen speziellen Winterschutz. Ihre Hagebutten nähren die Tiere, darunter viele Vögel, aber auch Säugetiere. Zusätzlich bringen die leuchtenden rot-orangen Früchte Farbe in den winterlichen Garten.

Bei den Edelrosen befindet sich die Veredelungsstelle zirka fünf 5 Zentimeter unter der Erdoberfläche im Boden, damit sie nicht austreibt. Häufelt die Pflanze mit guter Gartenerde an, um sie vor dem Frost zu schützen. Sehr empfindliche Sorten könnt ihr zusätzlich mit Laub oder Stroh abdecken.

Hochstamm-Rosen tragen die Veredelungsstelle am Stamm. Packt diese deshalb in einen mit Stroh gefüllten Jutesack ein. Wichtig: Verwendet keine Folie aus Plastik, da hier der Feuchtigkeitsaustausch unterbunden wird und es zu Fäulnis kommen kann. Auch können durch Überhitzung die Pflanzen zu früh austreiben. Packr im Frühjahr die Rosen dann vorsichtig wieder aus, um die frischen Triebe nicht zu verletzen.

Im Frühjahr freuen sich die Rosen ab dem Austrieb über eine vorbeugende Stärkung gegen Pilzerkrankungen in Form von Ackerschachtelhalmbrühe, die wöchentlich auf die frischen Triebe gespritzt wird. Für die Herstellung setzt ihr ein Kilogramm Ackerschachtelhalmkraut mit zehn Liter Wasser an. Rührt ungefähr zwei Wochen täglich um, bis die Gärung abgeschlossen ist. Im Fachhandel sind auch Fertigpräparate erhältlich.