NÖ hat 200 "Natur im Garten“-Gemeinden. Mistelbach ist die 200. Gemeinde in Niederösterreich, die im öffentlichen Raum auf natürliche und ökologische Grünpflege setzt.

Von Sabrina Luger. Erstellt am 13. Januar 2020 (14:25)
Landesrat Martin Eichtinger und Mistelbachs Bürgermeister Christian Balon
Natur im Garten

Mit der Stadtgemeinde Mistelbach gibt es nun 200 Gemeinden in Niederösterreich, die ihre öffentlichen Grünflächen nach den Kriterien der „Natur im Garten“-Initiative pflegen. Dabei wird zukünftig auch in Mistelbach bei der Grünpflege auf umweltbelastende Stoffe verzichtet. Das wurde per Gemeinderatsbeschluss festgelegt. Landesrat Martin Eichtinger sieht die 200. niederösterreichische „Natur im Garten“-Gemeinde als einen Meilenstein: „Durch den Verzicht auf den Einsatz von chemisch-synthetischen Pestiziden und Düngemitteln sowie auf Torf betreiben diese Gemeinden aktiv Umweltschutz und steigern die Lebensqualität für die Niederösterreicher.“

Bei der ökologischen Pflege werden chemische Pestizide durch biologische Mittel und den Einsatz mechanischer oder thermischer Verfahren abgelöst. So kommen etwa Heißwasser, Heißschaum oder Flämmer in Einsatz. Durch die ökologische Bewirtschaftung und ein durchdachtes Pflanzungskonzept kann der Pflegeaufwand außerdem langfristig gesehen verringert werden. Das soll nicht nur die Umwelt, sondern auch das Gemeindebudget entlasten, so Hans-Peter Pressler von Natur im Garten.

Jede Gemeinde, die Interesse hat, eine „Natur im Garten“ Gemeinde zu werden, kann eine kostenlose Erstberatung vereinbaren. Durch den Gemeinderat wird dann beschlossen, ob man die Gemeindegrünflächen nach den vorgegebenen Kriterien pflegen möchte. Gemeindemitarbeiter werden von „Natur im Garten“-Experten bei der Arbeit auf den Grünflächen unterstützt.