Kachel & Co.: Welcher Ofentyp der Richtige ist. Ofen ist nicht gleich Ofen. Feuerstellen kommen in unterschiedlichsten Formen und Modellen vor.

Erstellt am 16. März 2019 (12:13)
Nataliia Zhekova /Shutterstock.com
Von allem das Beste: Ein Kachelkamin lebt vom sichtbaren Feuer, das wie im Bild oben sogar über Eck verglast sein kann. Und: vom Kamineinsatz, der ganz individuell verkleidet wird.

Am Abend nach Hause kommen und es sich vor einem knisternden Feuer gemütlich machen: Ein Ofen verbessert die Wohlatmosphäre in den eigenen vier Wänden enorm. Welcher Ofentyp der richtige ist, hängt meistens von der Wohnsituation und vom Heizverhalten ab.

Der Kachelofen verdankt seinen Namen natürlich den Kacheln, die nicht als dekoratives Element dienen, sondern gemeinsam mit dem Innenleben die Wärme angenehm über einen längeren Zeitraum abgeben.

Der Kachelofen ist ein individuelles Produkt und wird meist vom Hafner vor Ort aufgemauert. Der Brennraum und die Nachheizzüge bestehen traditionell aus keramischem Material. Bei einem Kachelofen dauert es nach dem Einheizen etwa zwei Stunden, bis er seine maximale Wärme abgibt.

Der offene Kamin ist wahrscheinlich durch amerikanische Filme und Serien vielen bekannt, da er oft die Szenerie für einen romantischen Abend bietet und zum Aufhängen der Strümpfe für den Weihnachtsmann dient. Die offene Form ist nicht allzu energieeffizient, da ein großer Teil der Wärme unmittelbar über den Schornstein entweicht.

Unter einem Kaminofen versteht man einen vorgefertigten Metallofen mit Glasscheibe. Kaminöfen können frei im Raum stehen und haben eine höhere Heizleistung als offene Kamine.

Sie geben schnell Wärme nach dem Anzünden des Holzes ab, es muss aber öfters nachgelegt werden, um die Wärme zu erhalten. Sobald das Feuer erloschen ist, kann auch keine Wärme mehr abgegeben werden.

Kachelofenverband / Sommerhuber
Traditionelle Fülle, innovative Hülle: Ein Kachelofen ist ein Speicherofen, der die Wärme über längere Zeit abgibt. Und das kann auch so modern aussehen wie im Bild oben.

Einige Modelle sind mit Natursteinen wie Specksteinen oder auch mit Kacheln versehen, die für geringfügig längere Wärmespeicher-Effekte sorgen.

Kachelofen plus Kamin ergibt: Kachelkamin

Ein Kachelkamin verbindet einige Elemente der vorher genannten Ofenarten. Der Kachel- oder Heizkamin wird wie der Kachelofen vom Hafner eingebaut und bietet ein sichtbares Feuer dank großer Glasscheibe. Das Sichtfenster kann sogar um die Ecke gehen. Der vorgefertigte Kamineinsatz besteht aus Metall und kann individuell verkleidet werden. Im Vordergrund beim Kachelkamin stehen eindeutig das sichtbare Feuer und die damit verbundene Wohlfühlatmosphäre.

Eine weitere Ofenart ist der Kombiofen, der über einen größeren Wärmespeicher verfügt und daher über mehrere Stunden Wärme abgibt, im Durchschnitt acht Stunden.

Wer sich unsicher ist, welche Ofenart zu welcher Wohnung und zu welchem Heizverhalten passt, kann sich immer bei einem Hafner beraten lassen.

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