Paenda will in Israel mit "Limits" punkten. Mit einer modernen und zugleich radikal reduzierten Electroballade im Falsett will Österreich heuer beim 64. Eurovision Song Contest in Tel Aviv punkten. Die heimische Vertreterin Paenda setzt für ihr Halbfinale am 16. Mai auf "Limits". Am Freitag stellte die 31-jährige Gabriela Horn, die in Leobersdorf in der Musikschule seit mehreren Jahren Gesang unterrichtet, ihr Lied im ORF erstmals der Öffentlichkeit vor.

Von APA Red. Erstellt am 08. März 2019 (13:30)

"Das Außergewöhnliche an dem Song ist, dass er nicht den üblichen Song-Contest-Regeln folgt", machte ORF-Delegationsleiter Stefan Zechner eine Ansage für den heurigen Wettbewerb in Israel. So zeichnet sich "Limits" durch das Ausbleiben einer klassischen Dramaturgie aus, verzichtet auf Crescendi oder Stimmexzesse. Der von Paenda selbst geschriebene, arrangierte und produzierte Song setzt hingegen auf minimalistische Gestaltung, Kopfstimme und beim Video auf Ruhe in blau-weißer Optik.

Auf ein konkretes Platzierungsziel will sich die Sängerin dabei jetzt noch nicht festlegen lassen: "Ich will von dieser Bühne kommen und ein super Gefühl haben." Sie wolle im Moment sein, zufrieden mit der eigenen Leistung: "Ich will von der Bühne gehen mit einem Lächeln im Gesicht."

In die geplante Bühnenshow wollte die 31-Jährige noch keinen Einblick geben: "Wenn ich das jetzt verrate, habe ich die nächsten zwei Monate nichts mehr zu erzählen." Fix ist in jedem Fall, dass am 26. April ihr neues Album "Evolution II" veröffentlicht wird. Ansonsten dominiert in den kommenden Wochen der ESC-Promotionzirkus mit Auftritten in London und Amsterdam.

Überzeugt zeigte sich am Freitag ORF-Moderator Jürgen Pettinger - passionierter ESC-Fanatiker: "Österreich ist wieder wer beim Song Contest - und das wird auch 2019 so bleiben, nach meinem persönlichen Gefühl." Schließlich seien auch schon andere Künstler wie Richard Wagner als alleinige Autoren von Gesamtkunstwerken erfolgreich gewesen.

Die von Pettinger als "Madame President des Song Contests" titulierte ORF-Programmdirektorin Kathrin Zechner prononcierte gar die historischen Dimensionen des Tages: "Es freut mich, dass wir am Weltfrauentag eine ganz junge Weltfrau vorstellen können." Paenda sei eine "bezaubernde, charmante, hochbegabte" Künstlerin, die genau wisse, was sie wolle.