Lokal handeln: Regional ist besser für die Umwelt. Die flächendeckende Bewirtschaftung der heimischen Agrarflächen gewährleistet die Versorgung unseres Landes mit regionalen Lebensmitteln.

Von Redaktion noen.at. Erstellt am 14. August 2019 (11:15)
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Symbolbild

Im Supermarkt werden in weiterer Folge wichtige Entscheidungen getroffen, leider oft leichtfertig: „Der Einkauf ist der Moment, bei dem sich die österreichischen Konsumentinnen und Konsumenten für Klima- und Umweltschutz sowie für eine Stärkung der regionalen Wirtschaft entscheiden können. Wer einkauft, hat somit die Macht, über die Höhe der CO2-Emissionen zu entscheiden“, so Dr. Kurt Weinberger, Vorstandsvorsitzender der Österreichischen Hagelversicherung, in seinem Appell zu mehr Konsumpatriotismus und untermauert die positiven Effekte auf den heimischen Arbeitsmarkt mit Zahlen: „Laut einer Studie der Johannes Kepler Universität Linz im Auftrag der Österreichischen Hagelversicherung werden 21.000 Arbeitsplätze – das entspricht den Arbeitslosen beispielsweise in Tirol und Salzburg zusammen – geschaffen bzw. erhöht sich das BIP um 1,8 Milliarden Euro, wenn 10 Prozent mehr heimische Lebensmittel statt weltgereister gekauft werden. Es geht also in dem Zusammenhang um mehr Arbeitsplätze in Österreich, es geht um den Wirtschaftsstandort Österreich!“

Heimische Lebensmittel sind besser…

für die Umwelt, weil der Griff zu regionaler Ware in jedem Fall zur Landschafts- und Kulturpflege in Österreich beiträgt. Grüne Wiesen, Äcker und Almen gibt es nur dann, wenn diese auch bewirtschaftet werden.

für die Wirtschaft, weil an der Produktion von Lebensmitteln in Österreich mehr als 500.000 Menschen Beschäftigung finden und die Wertschöpfung im eigenen Land bleibt.   

für das Klima, weil kürzere Transportwege weniger CO2-Emissionen verursachen als weltgereiste Lebensmittel. 

Österreichische Hagelversicherung VVAG
Mit heimischen Lebensmitteln Transportkilometer sparen

Landwirtschaft ist als Lebensmittelproduzent Klimaopfer Nr. 1

Die Produktionsbedingungen werden für die standortgebundene Landwirtschaft, bedingt durch den Klimawandel, immer härter. „Wir dürfen nicht mit dem Zeigefinger auf jene Berufsgruppe zeigen, die am stärksten und als erste von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen ist. Denn die Landwirtschaft ist als einziger Sektor in Österreich voll auf Kurs, ihren Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel zu leisten. So steht einer Reduktion der Treibhausgasemissionen von minus 13,3 Prozent in der Landwirtschaft im Zeitraum 1990 bis 2017 ein Plus von knapp 72 Prozent für den Bereich Verkehr gegenüber“, so Weinberger und ergänzt: „Die Landwirte sind diejenigen, die durch die Bewirtschaftung der Landesfläche CO2-Speicher aufrechterhalten und so aktive  Klimaschützer sind. Das gilt es zu bedenken, weshalb wir uns mit jener kleinen Berufsgruppe identifizieren müssen, die letztendlich 100 Prozent der Bevölkerung ernährt. Wir können nicht über die Reduktion von CO2-Emissionen reden und gleichzeitig Lebensmittelimporte von anderen Kontinenten unterstützen wie mit dem Mercosur-Abkommen. In Österreich produzieren wir regionale Lebensmittel von höchster Qualität und Güte und das weit klimafreundlicher, als es beispielsweise in Südamerika gemacht wird. Klimaschutz beginnt somit im Einkaufskorb. Jeder von uns ist beim täglichen Einkauf ein Klimabotschafter und trägt somit aktiv zu einer Reduktion des ökologischen Fußabdruckes bei. Solidarisieren wir uns im Kampf gegen die internationalen Goliaths mit unseren heimischen Davids!“