OMV sucht nach grüner Energie

Erstellt am 06. Oktober 2022 | 05:19
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Die OMV will mit der Sonde Aderklaa 96 in der Tiefe nach Geothermie, also „Wärme aus der Tiefe“, suchen.
Foto: OMV Aktiengesellschaft
Die Sonde Aderklaa 96 soll ermitteln, ob „Wärme aus der Tiefe“ zwischen Aderklaa und Deutsch-Wagram vorhanden ist.

Die OMV hat sich in ihrer Strategie 2030 zum Ziel gesetzt, ihr Low Carbon Business und damit ihr Angebot an CO₂-armer Energie zu erweitern. „In der OMV Strategie 2030 spielt das Low Carbon Business eine wesentliche Rolle, insbesondere die Geothermie. Wir nutzen dabei das vorhandene Know-how, um die Energiewende voranzutreiben und den Weg für ein nachhaltigeres Leben zu ebnen“, so Alfred Stern, OMV-Vorstandsvorsitzender und CEO.

Es wird erwartet, dass der Anteil der erneuerbaren Energiegewinnung inklusive Erdwärme durch die OMV bis 2030 auf bis zu 9 Terrawattstunden ansteigen wird. Die OMV arbeitet unter anderem an zwei Entwicklungsprojekten im Bereich Geothermie: Eines befindet sich zwischen Aderklaa und Deutsch-Wagram, das andere in Deutschland.

In Aderklaa führt die OMV zur Analyse des geothermischen Potenzials im Wiener Becken einen Fördertest durch. Geologisch findet dieser Test im Beckenuntergrund des Wiener Beckens, im Hauptdolomit statt. Die bestehende OMV-Sonde Aderklaa 96 wird mithilfe eines sogenannten „Workovers“ in einer Tiefe von etwa 2.800 Metern für die Durchführung des Tests aufgeschlossen. Formationswasser – also in den Gesteinsporen enthaltenes Wasser – wird produziert, obertägig in abgeschlossenen Containern zwischengelagert und anschließend wieder in die Formation eingebracht.

Ziel des Fördertests ist die Ermittlung wichtiger Lagerstättenparameter und die Gewinnung von Proben des Formationswassers, um festzustellen, ob sich diese Formation für die Gewinnung von geothermischer Energie eignet.