Gänserndorfer PBZ-„Heimkehrerin“ war nicht isoliert. Angehörige verwundert über Vorgehen in Pflegeheim nach Spitals-Rückkehr einer Dame. Ausnahmefälle können vorkommen, sagt Gesundheitsagentur-Sprecher.

Von Manuel Mattes. Erstellt am 29. April 2020 (04:41)
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Eine Angehörige wundert sich über die Präventionsmaßnahmen im PBZ Gänserndorf, ehemals Barbaraheim: „Die Dame, mit der meine Verwandte das Zimmer teilt, musste ins Krankenhaus. Als sie wieder zurückkam, wurde die Frau offenbar sofort wieder zu meiner Verwandten ins Zimmer gelegt.“

Dies sei insofern eigenartig, als nach Rückfrage in anderen Pflegeeinrichtungen „Heimkehrer“ vom Spital normalerweise in ein Einzelzimmer und nicht in ein Doppelzimmer kommen, um ein Maximum an Sicherheit zu gewährleisten.

Die NÖN fragte beim Sprecher der Landesgesundheitsagentur, Bernhard Jany, nach: „Grundsätzlich bekommen Bewohner, die von einem Klinikaufenthalt und ohne negativen Test zurückgekehrt sind, ein Einzelzimmer.“ Sollten allerdings alle Bereiche belegt sein, dann werde die sicherste und verträglichste Variante gewählt.

Im vorliegenden Fall seien die Einzelzimmer alle mit palliativen oder hoch dementen Personen mit sogenannter 0-Grad-Distanz zu anderen Mitbewohnern belegt gewesen. Auch in den anderen Wohnbereichen habe es keine Möglichkeit einer zeitweiligen alleinigen Unterbringung gegeben.

Jany abschließend: „Für beide Personen war eine Zimmerisolation bis zum Morgen des 20. April leider unumgänglich. Selbstverständlich wurden die Angehörigen der Zimmermitbewohnerin über die aktuelle Situation informiert. Beide wurden übrigens negativ getestet.“