Schwarze Zahlen in schwarzer Gemeinde. Überschuss von 385.000 Euro lässt Spielraum für Kindergarten-Projekt. Arbeitskreis für Pfarrhof wurde eingerichtet.

Von Edith Mauritsch. Erstellt am 31. März 2019 (04:06)
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Symbolbild

Ein sehr positives Ergebnis im Rechnungsabschluss, der Neubau des Kindergartens und die Verwendung des „GAM“-Geländes standen im Mittelpunkt der ersten Gemeinderatssitzung des Jahres.

Mittels Dringlichkeitsantrag brachte geschäftsführender Gemeinderat und SP-Vorsitzender Ernst Friedl ein neues „altes“ Thema auf die Agenda – die Nutzung des alten Bauhofes für den Neubau einer Polizeiinspektion, einer Arztordination und eines Jugendzentrums.

„Wir müssen Räumlichkeiten zur Verfügung stellen, um die Polizei im Ort zu halten, und der Arzt braucht auch mehr Platz“, so Friedls Argumentation, der auch die Jugend in dem Komplex untergebracht wissen will. VP-Bürgermeister Kurt Jantschitsch hielt dagegen: „Erst sollten vom Innenministerium klare Zeichen kommen.“

"Wir hätten andere Prioritäten als den Dorfplatz"

Man war sich zwar einig, dass die Situation des Jugendzentrums im Pfarrhof unbefriedigend ist, über die weitere Vorgangsweise herrschen jedoch grundsätzlich unterschiedliche Auffassungen der beiden Fraktionen. Es wird nun ein Arbeitskreis eingerichtet.

Der positive Rechnungsabschluss 2018 mit einem Überschuss von 385.000 Euro lässt Spielraum für kommende Projekte. Eines davon ist die Sanierung bzw. der Zubau des Kindergartens. Die geschätzten Kosten liegen bei rund 2,5 Millionen Euro, die ELER-Förderung ist beantragt. Gegebenenfalls wird eine vierte Gruppe im nächsten Betreuungsjahr im Container untergebracht.

Nichtsdestotrotz fand der Rechnungsabschluss nicht die Zustimmung der SP-Opposition. Friedl führt aus: „Wir hätten andere Prioritäten als den Dorfplatz.“ (Dieses Projekt wurde von der SP schon lange bemängelt, Anm.) Die Jahresabrechnung wurde mit 11 VP-Stimmen gegen 6 SP-Neinstimmen und einer Enthaltung angenommen. Lob gab es für die Leistungen der Mitarbeiter, entsprechend erfolgte die Entlastung der Kassenverwaltung einstimmig.