Minister von „Gasdrehscheibe“ beeindruckt

Erstellt am 02. Dezember 2022 | 05:03
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Botschafter Michael Klor-Berchtold, Gas-Connect-Austria-Geschäftsführer Stefan Wagenhofer und Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (v.l.).
Foto: Copyright: Gas Connect Austria
Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger besuchte die von Gas Connect Austria und der „Trans Austria Gasleitung“ betriebene „europäische Gasdrehscheibe“ Baumgarten.

Im Fokus der Ministerreise, die ihn nach Italien und Österreich führte, standen Importmöglichkeiten von Erdgas und Wasserstoff.

Beim zweistündigen Besuch konnten der Delegation um den Wirtschaftsminister die Bedeutung Baumgartens für die Gas- und künftig Wasserstoffversorgung Mitteleuropas sowie die aktuelle Situation der Gasflüsse erläutert werden. Abgerundet wurde der Besuch mit einem Rundgang durch die Anlage von Österreichs größter Importstation für Erdgas.

Über die österreichische Gasinfrastruktur kann zukünftig Wasserstoff aus Italien oder der Ukraine zur Versorgung von Industrie und Haushalten nach Österreich importiert und in benachbarte Länder weiterverteilt werden. So könnte etwa das bayerische Chemiedreieck mit Wasserstoff versorgt werden.

Ein Schlüsselprojekt stellt dabei der Ausbau der West-Austria Gasleitung (WAG-Loop) dar. Der wasserstofftauglich konzipierte WAG-Loop würde die Nutzung eines der beiden Leitungsstränge für den Transport von Wasserstoff ermöglichen.

Gas-Connect-Austria-Geschäftsführer Stefan Wagenhofer erklärt: „Der WAG Ausbau bringt mehr Versorgungssicherheit und Flexibilität bei den Ein- und Ausspeisemöglichkeiten der Speicher Haidach und Seven Fields und ist damit für beide Länder sinnvoll.“

Aiwanger zeigte sich beeindruckt von der Dimension Baumgartens und stellte fest: „Es ist alternativlos, dass die Netzbetreiber der Gegenwart mit ihrem Expertenwissen auch die Netzbetreiber für zukünftige Gase sein sollen.“