Auch zu Weihnachten die Geldbörse im Blick

Erstellt am 30. November 2022 | 20:00
Lesezeit: 3 Min
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Trachten Suchodolski versucht, der Kundschaft mit einer Rabattaktion auf bestimmte Artikel gezielt entgegenzukommen. Die Wirtschaftskrise bringt sämtliche Unternehmer dazu, umzudenken. Im Bild: Krystyna und Philipp Suchodolsky.
Foto: Edith Mauritsch
Einzelhändler im Bezirk Gänserndorf gehen davon aus, dass die Rezession zu Umsatzrückgängen führt.

Die schönste und für den Einzelhandel gleichzeitig auch umsatzstärkste Zeit des Jahres steht vor der Tür. Den Startschuss machte das vergangene Wochenende rund um den Black Friday und den ersten Advent. Doch auch die wirtschaftliche Lage wird ihren Einfluss aufs Weihnachtsgeschäft haben. Die NÖN wirft einen Blick in den Bezirk Gänserndorf.

Die Firma Trachten Suchodolski aus Gänserndorf konnten einen guten Start ins Weihnachtsgeschäft verzeichnen. „Am ersten Adventwochenende war die Nachfrage nach Trachten bei uns sehr groß. Viele Leute haben bereits jetzt ihre Weihnachtsgeschenkte eingekauft“, so Philipp Suchodolski.

Vor allem Accessoires wie Hemden, Gürtel, Taschen oder Schmuck erwiesen sich als echte Kassenschlager. „Gutscheine sind weiterhin sehr beliebt. Dadurch gibt man dem Beschenkten natürlich die Freiheit, sich selbst ein passendes Kleidungsstück auszusuchen“, erklärt Suchodolski.

Auch mit Rabattaktionen probiert man, die Kundschaft ins Geschäft zu locken: „Wir bieten aktuell bis zu 50 Prozent Preisnachlass auf ausgewählte Damen- und Herrenteile an. Damit versuchen wir, eine Antwort auf die komplizierte Lage der Weltwirtschaft zu geben und unseren Kunden entgegenzukommen.“

Zudem beteiligt sich Trachten Suchodolski mit einem Online-Shop auch am Warenverkauf im Internet. Dadurch versucht man, jene Kunden zu erreichen, die gerne von der Wohnzimmer-Couch aus auf die Jagd nach den optimalen Geschenken für ihre Liebsten im Netz gehen.

Die Konditorei Baumhackl aus Zistersdorf ist bekannt für ihre Weihnachtsbackwaren. In der ersten Woche des Weihnachtsgeschäfts konnte Eigentümer Michael Baumhackl noch keinen großen Ansturm wahrnehmen. „Jeder möchte zu Weihnachten frische Kekse haben, die Nachfrage wird kurz vor den Feiertagen am höchsten sein“, erklärt Baumhackl.

Es ist die Ruhe vor dem Sturm

Erst in den letzten beiden Wochen erwartet Baumhackl das große Geschäft – die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren: „Wir erwarten viele Vorbestellungen und treffen bereits jetzt schon Vorkehrungen für die Produktion. Die letzten Tage vor Weihnachten sind dann natürlich immer besonders intensiv.“

Im Vergleich zu den Vorjahren rechnet die Konditorei jedoch mit Umsatzrückgängen: „Ich gehe davon aus, dass die Leute sehr zurückhaltend einkaufen werden. Die wirtschaftliche Lage wird sicherlich spürbar sein.“

Auch intern stellt Produktionseffizienz das oberste Gebot dar: „Unsere Öfen verbrauchen natürlich unglaublich viel Energie. Es ist schwer, hierbei Kosten einzusparen, da sie essenziell für unser Geschäft sind. Aufgrund dessen versuchen wir, unsere Produktionsprozesse möglichst effizient zu gestalten. Auch anderweitig probieren wir, Energie zu sparen.“

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