Gänserndorf

Erstellt am 17. Oktober 2018, 03:24

von Manuel Mattes

Behörde feiert 150. Geburtstag. Die NÖN traf den obersten Beamten des Bezirks, Martin Steinhauser, zum Exklusiv-Gespräch.

Martin Steinhauser, studierter Jurist, an seinem Schreibtisch. Seit dem 1. Dezember 2012 bekleidet er das Amt des Bezirkshauptmanns. Mehr zum Jubiläum der Bezirkshauptmannschaften lesen Sie in der NÖN-Landeszeitung.  |  Mattes

Seit mehr als einem Jahrhundert prägt es die Hauptstraße in der Bezirkshauptstadt: Die Rede ist vom imposanten Gebäude aus dem Jahr 1901, dem Sitz der Bezirkshauptmannschaft. Doch mit welchen Aufgaben ist die Behörde, die es seit 1868 gibt, neben der Ausstellung von Reisepässen und Führerscheinen noch betraut?

Am 29. Mai 1901 ging die feierliche Eröffnung des Gänserndorfer Bezirkshauptmannschaft-Gebäudes im Beisein des Statthalters Erich Graf Kielmansegg über die Bühne. Rund 130 Personen arbeiten hier. Es gibt auch zwei Außenstellen, eine in Zistersdorf und eine weitere in Groß-Enzersdorf.  |  Mattes

Gänserndorfs Bezirkshauptmann Martin Steinhauser erklärt: „Die Struktur der Bezirkshauptmannschaften Niederösterreichs ist in fünf große Bereiche unterteilt, nämlich in die Allgemeine Verwaltung, Wirtschaft und Umwelt, Sicherheit und Ordnung, Jugend und Soziales sowie Land und Forstwirtschaft.“ In den Bereich der Allgemeinen Verwaltung fallen unter anderem das Bürgerbüro sowie die Abteilung Wahlen, Gesundheit und Kindergärten.

"Da fällt jede Menge Arbeit an"

Die Sektion Wirtschaft und Umwelt widmet sich vor allem dem Anlagenrecht und damit verbundenen Umweltfragen. „Da fällt gerade bei uns im Bezirk mit den vielen Schottergruben jede Menge Arbeit an“, so Steinhauser. Der Bereich Sicherheit und Ordnung nimmt sich all jener Themen an, die nicht von der Polizei gestraft werden.

Nicht minder wesentlich ist die Abteilung Jugend und Soziales. „Hier erkennt man den Zustand unserer Gesellschaft am besten“, erläutert der Bezirkshauptmann. Die Rechtsvertretung Minderjähriger gehört hier ebenfalls zu den Aufgaben wie die Sozialarbeit mit Jugendlichen oder Erwachsenen. Im Mittelpunkt stünden dabei häufig Scheidungskinder bzw. Elternteile, die ihren Unterhaltspflichten nicht nachkommen.

Übrigens: Für alle, die die Bezirkshauptmannschaft besser kennenlernen möchten, gibt es am Freitag, 19. Oktober, von 9 bis 15 Uhr einen Tag der offenen Tür anlässlich des 150-jährigen Bestehens der Bezirkshauptmannschaften.