Bonitäts-Ranking: Gemeinden haben Finanzen im Griff. Finanzstärkste Gemeinde des Bezirks ist Velm-Götzendorf. Schönkirchen- Reyersdorf fiel um 103 Plätze zurück. Amtsleiter Stradner kann sich das nicht erklären.

Von Nina Wieneritsch und Edith Mauritsch. Erstellt am 29. Juli 2019 (04:20)
APA (Symbolbild/dpa)

Sechs Kommunen aus dem Bezirk sind im diesjährigen Bonitäts-Ranking vertreten, in dem die 250 finanzstärksten Gemeinden Österreichs gelistet sind. Schönkirchen-Reyersdorf, das in den letzten Jahren immer mit Top-Finanzen glänzte und einen der ersten Plätze belegte, fiel heuer gleich um 103 Ränge zurück.

Diesen Umstand kann sich Amtsleiter Karl Stradner nicht erklären: „Wir haben 2018 das beste Ergebnis eingefahren und auch unsere Rücklagen sind in mehr als ausreichendem Maße vorhanden.“ Es seien aber im Vorjahr vermehrt Investitionen getätigt worden. So schlug allein der Ankauf von Flächen für den Bauhof mit rund 330.000 Euro zu Buche.

"Arbeiten für die Gemeinde, nicht für die Statistik"

Zudem seien Abfertigungszahlungen zu tätigen gewesen – das allerdings „aus der Kasse“. „Unser Grundsatz lautet: Wir arbeiten für die Gemeinde, nicht für die Statistik“, zeigt sich Stradner entspannt.

Bezirksweit die liquideste Gemeinde ist Velm-Götzendorf auf Rang 79. Sie weist einen Bonitätswert von 1,37 auf. Die Gemeindehaushalte werden dabei hinsichtlich vier Faktoren bewertet: Ertragskraft, Eigenfinanzierungskraft, Verschuldung und finanzielle Leistungsfähigkeit. Die Zahlen stammen von Statistik Austria, beurteilt wird mit Schulnoten.

Freude herrscht bei VP-Bürgermeister René Lobner aus Gänserndorf. Die Bezirkshauptstadt liegt österreichweit auf Platz 166. In der Kategorie „über 10.000 Einwohner“ liegt sie auf Rang 4.

Weitere Gemeinden, die es aufgrund ihrer Finanzstärke ins Ranking geschafft haben, sind Markgrafneusiedl, Jedenspeigen und Hohenruppersdorf.