Mann wegen Hakenkreuz-Selfie vor Gericht. Von Wiederbetätigung will Weinviertler (23) aber nichts wissen: „War lustig “, erklärt er.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 13. Mai 2019 (19:03)
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Symbolbild

„Ich hab mit Nationalsozialismus nichts zu tun. Ich gehöre auch keiner rechten Szene an. Ich bin nicht gewaltbereit oder fremdenfeindlich. Einer meiner besten Freunde ist Ausländer“, erklärt ein 23-Jähriger aus dem Bezirk Gänserndorf vor Gericht. Er beteuert seine Unschuld zum Vorwurf der Wiederbetätigung.

"Es war einfach nur lustig"

Er sei einfach zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen: „Ich war bei einem Freund und dort fand dann eine Hausdurchsuchung von Drogenermittlern statt. Freiwillig habe ich ihnen mein Handy überlassen. Das Hakenkreuz als Sperrmuster am Handy und einige Selfies mit NS-Fahnen wurden dann beanstandet“, schildert der Angeklagte. Er will sich dabei nichts gedacht und mit der NS-Ideologie nichts am Hut haben: „Es war einfach nur lustig“, beteuert er.

Die Geschworenen glauben den Unschuldsbeteuerungen des Weinviertlers und er wird letztlich vom Vorwurf der Wiederbetätigung freigesprochen. Für den Besitz verbotener Waffen trotz Waffenverbots – zwei Totschläger, ein Elektroschocker getarnt als Taschenlampe und zwei Springmesser – wird der 23-Jährige von Richter Martin Bodner zu drei 
Monaten auf Bewährung verurteilt. Das Urteil ist rechtskräftig.