Microsoft-Masche: Polizei warnt vor PC-Betrug. Angebliche Mitarbeiter der Computer-Firma ergaunern sich Zugriff auf fremde Rechner und räumen Kontos leer.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 19. Februar 2019 (06:30)
APA/Archiv
Symbolbild

Angebliche Mitarbeiter der Firma Microsoft rufen auf dem Festnetz-Telefon an und behaupten, dass am PC des Kontaktierten schwerwiegende Fehler vorliegen und dadurch das System unsicher sei.

Durch weitere Überredungskünste bringt der Täter das Opfer dazu, einen sogenannten „Teamviewer“ zu installieren. Damit ist dem Betrüger der Zugang zu allen persönlichen Daten und auch zum Online-Banking gewährt.

Vor dieser Masche warnt das Bezirkspolizei-Kommando nun ausdrücklich. „In letzter Zeit gibt es deswegen massiv Anzeigen mit enormen Schäden – bis zu 20.000 Euro“, sagt Chefkriminalist Gerald Reichl.

BPK
Chefinspektor Gerald Reichl vom Gänserndorfer Bezirkspolizei-Kommando.

Wurde dem Täter Zugriff gewährt, beginnt dieser damit, kleinere Geldbeträge abzubuchen, wobei die gutgläubigen Opfer jedes Mal den TAN, den sie per Handy erhalten, bekannt geben. Der Täter behauptet, dass das Geld zurückgebucht wird, und schafft es damit schließlich, sogar das Konto des Opfers schließen zu lassen, damit nur er selbst Zugriff darauf hat.

„Eine Nachverfolgung des Geldes oder eine Ausforschung des Täters ist derzeit kaum möglich, da diese von der Elfenbeinküste oder von sonst wo aus agieren“, so Reichl. Es gebe nur eine Möglichkeit, sich zu schützen: „Legen Sie unverzüglich auf, wenn Sie einen Anruf der Firma Microsoft erhalten, diese wird Sie nie kontaktieren!“ Wer bereits angerufen wurde, soll unverzüglich sein Konto kontrollieren, Kontakt mit der Bankfiliale aufnehmen und die Passwörter ändern.