Nirgendwo wurden mehr Häuser verkauft. Der Bezirk Gänserndorf führt bei den Veräußerungen von Einfamilienhäusern trotz einer Preissteigerung von knapp 18 Prozent.

Von Nina Wieneritsch. Erstellt am 13. Mai 2019 (03:09)
Re/Max Austria
364 Einfamilien-Häuser wechselten im Bezirk 2018 den Besitzer.

Nirgendwo sonst in NÖ wurden 2018 so viele Einfamilienhäuser verkauft wie im Bezirk Gänserndorf. 364 wechselten den Besitzer, das entspricht einer Steigerung von knapp 5 % im Vergleich zum Jahr davor.

Den Grund dafür kennt Anton Nenning, Managing-Director des Makler-Unternehmens Re/Max Austria: „Das Plus kommt unter anderem von neuen Einfamilienhaus-Siedlungen, die nicht von den Bewohnern auf eigenem Grund errichtet werden, sondern von gewerblichen Bauträgern.“ Wenn diese verkauft werden, würden Neubauten am Einfamilienhaus-Markt aufscheinen, der bisher vor allem von Gebrauchtimmobilien geprägt war.

Kosten steigen im Bezirk

Wie in ganz NÖ gehen auch die Kosten im Bezirk Gänserndorf steil nach oben. Der Durchschnittspreis lag hier bei rund 201.000 Euro. Damit liegt dieser etwas unter dem NÖ-Schnitt mit etwa 206.000 Euro, aber dennoch um 18 % höher als noch im Jahr davor. Trotz der Lage im Wiener Umland sind Einfamilienhäuser im Bezirk Gänserndorf damit noch immer günstiger als in Mödling, Tulln, Baden oder Korneuburg.

Im Bezirk Mödling, dem langjährigen „Spitzenreiter“, bezahlt man durchschnittlich rund 436.000 Euro. Die größte Preissteigerung gab es laut Re/Max aber woanders: Ein Plus von 21,5 % wurde im Bezirk Hollabrunn verzeichnet.