Polizei-Erfolg: 7 Drogenlenker wurden gestoppt. „Aktion scharf“: In nur einer Nacht gingen der Exekutive im Bezirk auch vier Fahrer unter Alkoholeinfluss ins Netz.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 04. Januar 2019 (11:58)
Symbolfoto: ÖAMTC/Montage König
In nur einer Nacht wurden im Marchfeld gleich sieben Drogenlenker von der Polizei aus dem Verkehr gezogen.

Mit dem hatte Kontrollinspektor Karl Löffler, Chef der Verkehrsabteilung im Gänserndorfer Bezirkspolizei-Kommando, nicht gerechnet: „Von etwa 200 angehaltenen Fahrzeuglenkern standen sieben unter Drogeneinfluss – das ist schon sehr viel.“ Ihnen wurden sofort die Führerscheine abgenommen, empfindliche Geldstrafen folgen.

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Kontrollinspektor Karl Löffler: „Die Jungen trinken nicht, sondern gifteln.“

Löffler: „Sie werden auch eine Nachschulung samt psychologischem Test machen müssen. Das ist dasselbe Prozedere wie bei Alko-Lenkern.“ Apropos: Bei besagter Schwerpunktaktion wurden noch vier weitere Fahrzeuglenker, die unter Alkoholeinfluss standen, aus dem Verkehr gezogen.

Die „Aktion scharf“ der Bezirkspolizei fand in drei Gemeinden statt: Gestartet wurde in Groß-Enzersdorf, danach ging es nach Raasdorf und zum Schluss wurde noch in Aderklaa kontrolliert – das Ganze in der Nacht von einem Freitag auf Samstag Ende Dezember. Mit dabei war auch eine Amtsärztin.

Löffler: „Ich hatte schon länger vor, diese Art der Schwerpunktaktion bei uns durchzuführen. Erschütternderweise ist sie so gut gelaufen, dass wir sie nun in gewissen Abständen wiederholen werden.“ Nachsatz: „Bei den Drogenlenkern müssen wir einfach rigoros durchgreifen.“

Wie kann man eigentlich den Betroffenen ihren Suchtmittelkonsum nachweisen? Löffler: „Die Amtsärztin macht zuerst einen Augentest und danach einen Urin-Schnelltest. Ist dieser positiv, wird der Führerschein eingezogen und es kommt zur Blutabnahme. Die Probe wird dann in einem Labor ausgewertet.“

Löffler: „Die Jungen trinken nicht, sondern gifteln.“

Welche Drogen hatten die sieben Angezeigten genommen? „Cannabis bzw. Kokain. Diese Suchtmittel kosten mittlerweile leider relativ wenig“, weiß der Kontrollinspektor. Wie alt waren die Drogenlenker? „Durch die Bank relativ jung. Sie stammten zum Teil aus dem Bezirk Gänserndorf und aus Wien. Bei einem fanden wir auch Rauschgift im Auto.“

Löfflers persönliches Fazit: „Die Jungen trinken nicht, sondern gifteln.“ Und das ist im Straßenverkehr genauso gefährlich wie Alkohol – beides beeinträchtigt die Reaktionsfähigkeit, was wiederum über Leben oder Tod entscheiden kann.