Veranstalter ungeduldig: Impfung würde helfen

Mehr Planungssicherheit in Hinblick auf Corona wünschen sich die Organisatoren von Kulturevents im Bezirk Gänserndorf.

Susanne Jaritz Erstellt am 15. September 2021 | 05:20
Michiru Ripplinger
Michiru Ripplinger von der „Kulturbühne dakig“ in Gänserndorf befolgt alle Maßnahmen und setzt auf Sicherheit „von oben“.
Foto: privat

Mit 15. September gibt es einen Covid-Stufenplan: Angefangen bei verschärften Maskenregelungen bis zu Zutritt nur noch für Geimpfte. Die Veranstalter im Bezirk sind sich einig: Sie sehnen sich nach dem Ende der Pandemie und halten sich an die nötigen Maßnahmen.

Der Groß-Enzersdorfer Grünen-Kulturstadtrat Martin Sommerlechner erzählt, dass im Bezirk viel veranstaltet werde. Er steht hinter der neuen Verordnung: „Ich verstehe vonseiten des Pandemiegesetzes nicht, wieso es überhaupt so viele Ungeimpfte gibt,“ sagt er. Er kenne einige, die schon längst strengere Kontrollen eingeführt haben. Diese Maßnahmen begrüßt er ausdrücklich.

„Wir mussten schon Adventmarkt absagen“

„Wir haben schon einen Adventmarkt ausfallen lassen und stecken in Planungen für den heurigen,“ ergänzt der Stadtrat. Dafür müssen einige Maßnahmen gesetzt werden, um örtlich Erleichterung zu schaffen. Auf keinen Fall könne bei jeder Hütte kontrolliert werden. Die einzige Möglichkeit für einen frei zugänglichen Adventmarkt sieht er in der Impfung. Ob der Adventmarkt dann wirklich stattfinden könne, wisse niemand. „In diesen Pandemiezeiten gibt es keine 100-prozentige Sicherheit.“

Bezirksfeuerwehrkommandant Georg Schicker empfindet die Planungsunsicherheit als erschöpfend. Die Feuerwehr werde ständig zu Veranstaltungen einberufen, aber die Arbeit bleibe trotzdem nicht aus. „Wir müssen zu Einsätzen fahren, Übungen und Schulungen machen – ohne die gibt es schließlich keinen Einsatz“, zeigt sich Schicker ungeduldig. Er plädiert dafür, dass die Menschen endlich ihren Hausverstand einsetzen und die Impfung als Schutzmaßnahme akzeptieren. Grundlegend laufe die Veranstaltungsabstimmung mit anderen, wie etwa dem Roten Kreuz, sehr gut: „Wir haben alles so angepasst, dass wir ein einheitliches Covid-Präventionsgesetz haben, wodurch wir auch handlungsfähiger sind“, so Schicker.

Michiru Ripplinger, Obmann der „Kulturbühne dakig“ in Gänserndorf, benötigt keine zusätzliche Person für die Kontrollen während der Veranstaltungen. Insgesamt sind maximal 60 Personen zugelassen, meist sind die Veranstaltungen nicht ausverkauft. Grundsätzlich folgt er einem Präventionsplan, der eingereicht sei. Die gravierendsten Änderungen passieren aber sehr spontan, also wartet er noch ab.

Mit dem Verständnis neuer Maßnahmen hat er kein Problem: „Für Kulturschaffende gibt es die IG-Kultur-Vernetzungsseite, wo das Juristendeutsch übersetzt wird,“ sagt Ripplinger. Die Maßnahmen empfindet er als notwendig und meint, dass das Wichtigste die „Sicherheit von oben“ sei. Die nächste Veranstaltung ist am 17. September „Unsere Tante Jolesch“.