Marchegg älter als gedacht

Der Marchegger Franz Sümecz beschäftigte sich im jüngsten Werk mit der Storchenstadt.

Erstellt am 25. Oktober 2021 | 05:04
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Bürgermeister Walter Krutis, Kulturstadtrat Georg Steiner, Ex-Nationalrat Hermann Schultes, Autor Franz Sümecz, „Hausherr“ Bürgermeister Gernot Haupt, Gemeinderat Andreas Pataki sowie die Bürgermeister Rudolf Makoschitz und Johann Zimmermann (v.l.) wollten alle ein Exemplar des neuen Buches.
Foto: Ernst Spet

Seit vielen Jahren befasst sich der Marchegger Franz Sümecz intensiv mit der Geschichte seiner Heimatstadt. Er hat dabei vor allem die Urbare und Anschläge der Herrschaft Marchegg vom 15. bis 17. Jahrhundert, die sich heute im Haus-, Hof- und Staatsarchiv in Wien befinden, transkribiert und ausgewertet.

Brücke brachte Einnahmen durch Maut

Dabei gab es viele Überraschungen und neue Erkenntnisse zur frühen Geschichte der Stadt. Von großer Bedeutung war der Handelsweg, der in Marchegg über die March führte und der Stadt Einnahmen in Form von Maut und Zoll bescherte, wobei genau festgelegt war, wie viel für die Benützung der Brücke zu bezahlen war.

Die Ergebnisse der Forschungsarbeiten der letzten Jahre sind nun in einem neuen Buch mit dem Titel „Die Geschichte Marcheggs von seiner Gründung bis 1630“ erschienen. Auch Breitensee erscheint in den Akten, aus denen hervorgeht, dass das Dorf im Jahr 2022 sein 450-jähriges Gründungsjubiläum feiern wird.

Ausführlich thematisiert wird in dem Buch auch die Erkenntnis des Breitenseers Hermann Klima. Im Zug seiner Diplomarbeit machte er nämlich die sensationelle Entdeckung, dass Marchegg nicht – wie angenommen – 1268 erstmals urkundlich erwähnt wurde, sondern bereits im Jahre 1261, also sieben Jahre früher.