Citybus ab 2013

Erstellt am 25. September 2012 | 00:00
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Von Thomas Schindler Das ewige Thema Stadtbus dürfte nun ein positives Ende gefunden haben. SP-Vizebürgermeister und Verkehrsstadtrat Josef Daubeck plant eine Linie, die ganzjährig von Montag bis Samstag die „Südler“ in die Stadt und

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So ähnlich könnte der künftige Gänserndorfer Citybus aussehen. Noch muss die Gemeinde aber einen Betreiber für den vermutlichen Neun-Sitzer suchen.Privat
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retour bringen soll.

GÄNSERNDORF / Ältere Semester werden sich noch erinnern: Mitte der 90er-Jahre gab es schon einmal einen Bus zwischen der Stadt und Süd. Nachdem dieser aber die meiste Zeit fahrgastlos fuhr, wurde er nach sechs Monaten wieder eingestellt. Unter SP-Bürgermeister Robert Michl wurde schließlich ein neuer Anlauf genommen und die Idee wieder zum Thema gemacht. Nach Michls Rückzug aus der Politik schlief der Bus-Plan erneut ein. Jetzt aber will Vizebürgermeister Josef Daubeck - unterstützt durch den neuen SP-Bürgermeister Kurt Burghardt - Nägel mit Köpfen machen.

„Müssen auf neues 

Daubeck erklärt im NÖN-Gespräch: „Nun gibt es nämlich eine Entwicklung, die uns zum raschen Handeln veranlassen sollte. Ich meine das neue Top-Jugendticket für Schüler und Lehrlinge. Mit diesem 60 Euro teuren Ticket des VOR können sie ein Jahr lang im ganzen Land Bahn und Bus benutzen.“

Nachdem die neue Service-Leistung publik wurde, riefen zahlreiche Südler bei der Gemeinde an, ob das Top-Jugendticket auch für das Gänserndorfer Anruf-Sammeltaxi (AST-Maxi) gelte. Daubeck: „Nachdem das AST-Maxi auf Bestellung zu jeder Zeit überall hinfährt, käme dies der Gemeinde viel zu teuer, wenn die Kinder alle gratis fahren würden.“

Der SP-Politiker verfolgt deshalb eine ganz andere Idee: Für das Top-Jugendticket soll ein eigener Citybus installiert werden. „Derzeit gibt es nur den Dr. Richard-Linienbus 494B, der während der Schulzeit von Montag bis Freitag in der Früh, zu Mittag und am späten Nachmittag zwischen der Stadt und Süd verkehrt. Ich denke an zwei zusätzliche Touren vormittags und zwei bis drei weitere Touren nachmittags. Somit wäre dann der ganze Tag abgedeckt.“

Aber nicht nur das: Der neue Stadtbus würde auch während der Ferienzeit und an jedem Samstag zur Verfügung stehen. Wie groß soll der Transporter sein? „Ein Neun-Sitzer würde bestimmt reichen. Mit ihm könnten die Jugendlichen bequem zum Fußballtraining, in die Musikschule oder woandershin fahren.“

Auch Erwachsene sollen in den Genuss des Citybusses kommen: „Für Mindestpensionisten zum Beispiel sind ständige AST-Fahrten ohnehin zu teuer. Für Erwachsene schweben mir Monats- und Jahreskarten vor. Die Schüler wiederum würden mit dem Top-Jugendticket gratis fahren.“

Die Kosten für die Gemeinde schätzt Daubeck auf etwa 40.000 Euro im Jahr: „Vielleicht bekommen wir noch eine Förderung vom Land Niederösterreich.“ Wann könnte der neue Citybus in Betrieb gehen? „Ich hoffe, mit Jahresbeginn 2013. Vorher müssen wir noch einen Betreiber suchen und natürlich das Projekt im Gemeinderat beschließen. Die anderen Fraktionen dürften den Antrag eigentlich nicht ablehnen, weil sie alle selbst einen Citybus gefordert hatten.“

verbinden. Kosten für die Gemeinde: Etwa 40.000 Euro im Jahr.

So gut wie fix:

NÖN-Exklusiv / Bus soll Gänserndorf-Stadt und Gänserndorf-Süd