Deutsch-Wagram

Erstellt am 18. Mai 2018, 04:55

von Robert Knotz

Aufregung: Treppenstreit geht weiter. Zweite Runde der Debatte um den Koksler-Spielplatz: In einer Stadtrats-Sitzung soll die VP einen Antrag der SP abgelehnt haben. Stadtchef Quirgst kontert.

Laut VP-Bürgermeister Quirgst werden derzeit Angebote für die Sanierung der Treppen eingeholt.  |  Knotz

Schwere Vorwürfe erhebt SP-Gemeinderat Gustav Ewald gegen VP-Bürgermeister Friedrich Quirgst: Letzterer behauptete in der vergangenen Ausgabe der NÖN, dass die Neugestaltung der Stiegen am Koksler-Spielplatz im Gange sei und bereits ein Angebot für die Errichtung eingelangt sein soll. ( Die NÖN berichtete )

Ewald fragt sich, warum es keine Ausschreibungen gibt und um welche Firmen es sich handelt. „In der jüngsten Sitzung der Stadträte wurde seitens der SPÖ ein Dringlichkeitsantrag für eine rasche Durchführung eingebracht. Die !wir-Bürgerliste hat diesen unterstützt, von der ÖVP-Mehrheit ist er jedoch abgelehnt worden“, berichtet der Rote. Außerdem habe er in dieser Angelegenheit öfter am Stadtamt vorgesprochen und auf die Dringlichkeit hingewiesen.

"Der Stadtamtsdirektor holt weitere Angebote ein"

Ein kurzer Rückblick: Beide Treppen am Spielplatz sind laut Ewald seit etwa sechs Monaten gesperrt. Die SPÖ habe bereits vor drei Jahren darauf hingewiesen, dass diese dringend erneuert werden müssen. Kinder, die die sehr beliebte Rutsche verwenden wollen, müssen einen 250 Meter langen Umweg in Kauf nehmen. Manche würden den steilen Hang neben der gesperrten Stiege hochklettern und sich dabei in Gefahr begeben. VP-Bürgermeister Friedrich Quirgst weist die Vorwürfe zurück: „Die Vorbereitung der Sanierung der Stiegen ist, wie von mir vorige Woche festgestellt, bereits im Gange. Auch ein Dringlichkeitsantrag beschleunigt die Durchführung nicht. Warum Gemeinderat Ewald nach so vielen Jahren nicht weiß, dass der Bürgermeister alleine Sanierungen beauftragen kann, ist mir ein Rätsel.“ Ewald soll auch nicht beim Stadtchef vorgesprochen haben.

Quirgst weiter: „Der Stadtamtsdirektor holt weitere Angebote ein. Wenn Ewald jedoch ein öffentliches Vergabeverfahren möchte, können wir das gerne durchführen. Es würde aber um Monate länger dauern.“