Einsatzreicher Tag: Florianis kämpften mit Giftgas. Reinigungsmittel begann aufgrund einer chemischen Reaktion zu dampfen.

Von Robert Knotz. Erstellt am 12. Februar 2020 (02:46)

Am Dienstag der Vorwoche rückte die FF zu einem Schadstoff-Einsatz aus: Bei Reinigungsarbeiten im Bereich der WC-Anlagen der Autobahnraststätte an der S1 waren giftige Dämpfe entstanden.

Durch eine chemische Reaktion begann das Reinigungsmittel zu dampfen und löste einen Brandmelder aus. Das Gebäude wurde sofort evakuiert, die FF Strasshof nachalarmiert sowie der Schadstoffzug der FF Auersthal telefonisch um Unterstützung ersucht.

Ausgerüstet mit einem umluftunabhängigen Atemschutz stellten die Feuerwehrleute Lüfter auf, um die Gase aus dem Gebäude zu leiten. Nach etwa 30 Minuten war dies erledigt.

Nach einer neuerlichen Kontrolle des Einsatzleiters hatte sich das Giftgas verzogen und das Gebäude konnte wieder freigegeben werden. Anschließend mussten alle Feuerwehrleute, die mit dem Stoff in Berührung gekommen waren, noch vor Ort ihre gesamte Kleidung wechseln, um eine weitere Kontamination zu verhindern.

FF-Kommandant Wolfgang Süß gab im NÖN-Gespräch bekannt, dass es sich bei dem Schadstoff um Schwefelsäure handelte, die mit Wasser in Kontakt gekommen war.

Bereits einige Stunden zuvor – gegen 11.45 Uhr – waren die Florianis zu einem Sturmeinsatz alarmiert worden: In der Franz-Schubert-Straße waren mehrere Bäume umgeknickt und drohten, auf die Straße zu stürzen. Der betroffene Fahrbahnabschnitt wurde gesperrt und die Bäume wurden stückweise abgetragen. Verletzt wurde bei beiden Einsätzen glücklicherweise niemand.

Am Vormittag mussten die Einsatzkräfte einen umgeknickten Baum umschneiden.
Feuerwehr