Eklat: FPÖ-Gemeinderat kritisiert FPÖ-Kandidatin. FPÖ-Gemeinderat Cermak kritisiert Kandidatin aus den eigenen Reihen heftig.

Von Robert Knotz. Erstellt am 20. Februar 2019 (04:37)
FPÖ Salzburg; NÖN-Archiv
Links: Die Salzburger FP-Kandidatin Canan Brenner wird heftig kritisiert. Rechts: FP-Gemeinderat Werner Cermak lässt kein gutes Haar an seiner Parteikollegin.

„Eine Katze, die in einer Fischhandlung geboren wird, ist noch lange kein Fisch, auch wenn argumentiert wird, dass die Türkin in Österreich geboren ist.“ So kommentierte FPÖ-Gemeinderat Werner Cermak ein Facebook-Posting über die Salzburger FPÖ-Kandidatin Canan Brenner.

Die türkischstämmige Unternehmerin kandidiert bei der Gemeinderatswahl am 10. März in Salzburg für die Freiheitlichen. Dies sorgte teilweise für Unmut in den eigenen – und auch in Deutsch-Wagramer Reihen. „Hier wird einer Parallelgesellschaft Vorschub geleistet“, betont Cermak im NÖN-Gespräch. Brenner sei nur ein Strohmann, um die türkischen Strukturen in den Gemeinderat zu bringen.

Facebook
Dieses Posting erregte nicht nur die Gemüter der Freiheitlichen.

„Dabei wird eine rote Linie eindeutig überschritten, zumal sie ihre Wahlwerbung auch noch in türkischer Sprache verfasst“, so Cermak weiter, der solche Fälle auch als „Wölfe im Schafspelz“ bezeichnet.

Dom Kamper von der Freiheitlichen Partei Salzburg verteidigt Brenner: „Sie hat keine Wahlwerbung auf Türkisch gemacht, sondern sich via WhatsApp und per SMS nur in der Sprache bedankt, in der sie angeschrieben wurde. Brenner ist in Österreich geboren und eine erfolgreiche hiesige Unternehmerin“, heißt es.