Hilfe für Katastrophen-Opfer in Indonesien . Für die Betroffenen der Sturzfluten, Schlammlawinen und Erdrutsche in Indonesien organisierte Pfarrer Peter Paskalis aus Deutsch-Wagram rasch und unbürokratisch Unterstützung.

Von Robert Knotz. Erstellt am 13. Mai 2021 (03:54)
Genoro Miele, Eveline Tröster, Roswitha Weber, Maria Deussner, Pfarrer Peter Paskalis, Josef Wagner, Marianne Ertl und David Kaiser (v.l.) in Vertretung zahlreicher ehrenamtlicher Helfer.  
Knotz

Zahlreiche Sturzfluten, Schlammlawinen und Erdrutsche hinterließen am Osterwochenende auf den indonesischen Inseln Lembata und Adonara – östlich von Flores (Heimatinsel von Pfarrer Peter Paskalis, Anm.) – eine Spur der Verwüstung. Dabei kamen mehr als 100 Menschen ums Leben. Mehr als 300 Personen gelten indes weiterhin als vermisst.

Um rasch und unbürokratisch helfen zu können, gründete der Pfarrer die Initiative „Help for Flores“. Gleich am Wochenende nach der Katastrophe begannen zahlreiche Helfer der Pfarre – darunter auch Freiwillige aus Aderklaa und Parbasdorf – jeden Sonntag zu kochen, zu backen und zu basteln.

Chilli con Carne, Mehlspeisen und Torten sowie Basteleien wurden bei den Besuchern der Sonntagsmesse gegen Spenden eingetauscht. Zwei mit Paskalis befreundete Pfarrer in Indonesien stellten zeitgleich ein Team von freiwilligen Helfern auf, das die Spenden gegen Lebensmittel – oder andere dringend erforderliche Güter – eintauscht und direkt zu den Hilfsbedürftigen bringt. Auch Tätigkeiten wie der Wiederaufbau von zerstörten Häusern oder eine dringende Operation eines jungen Mannes mit einem riesigen Geschwür auf der Schulter werden von der Deutsch-Wagramer Pfarre unterstützt.

Am Freitag trafen bereits die ersten Spenden – eine stattliche Summe von 9.265 Euro – in Indonesien ein. Unterstützt wurde die vorbildliche Aktion auch von Spargelbauer Georg Sulzmann und Pastoralassistent Michael Klauser, der sich in seiner Freizeit fleißig als Pfarr-Koch betätigte.