Kritik: Heckmeck um Hecken. Laut SP hat Fremdfirma Auftrag zum Schneiden erhalten. Stadtchef klärt auf.

Von Robert Knotz. Erstellt am 02. Oktober 2019 (04:41)
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Die Hecken bei der Bockfließer Brücke sorgten für Zwist zwischen SPÖ und VP-Bürgermeister Friedrich Quirgst.

Bei den Roten ist die Empörung groß. „Auf meine Vorwürfe hin, dass die Bauhof-Bediensteten überlastet seien und die Inanspruchnahme einer externen Firma zur Bauhof-Optimierung zu viel Geld kostet, hat VP-Bürgermeister Friedrich Quirgst in der NÖN behauptet, dass alle Arbeiten planmäßig ablaufen. Das stimmt nicht“, ärgert sich SP-Gemeinderat Gustav Ewald. Er habe am Donnerstag beobachtet, wie eine Fremdfirma die Hecken nächst der Bockfließer Brücke geschnitten hätte.

Der Heckenschnitt ist laut Ewald von der „Sozialen Landwirtschaft Gänserndorf“ durchgeführt worden. Es handelt sich allerdings dabei um eine Einrichtung zur Beschäftigung von erwerbslosen Personen im Alter von 24 bis 60 Jahren in der biologischen Produktion von Zierpflanzen und Kräutern sowie in der Pflege von Grünflächen. „Ist das in unserem Sinn, wenn man die Arbeiten auslagert, die der Bauhof machen könnte und dafür Geld ausgibt?“, fragt Ewald.

"Sozialprojekt zu unterstützen als wichtiger Aspekt"

„Wir waren zum Zeitpunkt der letzten Vorwürfe mit den Arbeiten auch im Plan, doch durch krankheitsbedingte Ausfälle, zusätzliche Arbeiten durch die vielen Projekte, die derzeit umgesetzt werden, und die vielen Veranstaltungen war es sinnvoll, einen kleinen, klar definierten Teil der Arbeiten, nämlich einen Teil des Heckenschnitts, auszulagern“, verteidigt VP-Bürgermeister Fridrich Quirgst die Vorgehensweise.

Die Auftragsvergabe sei in enger Abstimmung mit dem Leiter des Bauhofes erfolgt und ein Sozialprojekt zu unterstützen sei dabei ein wichtiger Aspekt. Die Optimierung der Wirtschaftsbetriebe im Jahr 2017 – es wurden zum Bauhof auch das Wasserwerk, die Kläranlage und die Bestattung durchleuchtet – wurde im Stadtrat beschlossen und mache jedenfalls Sinn. „Dass Ewald die Unterstützung eines Sozialprojektes ablehnt, ist für ihn und die SPÖ ohnehin bezeichnend“, schließt Quirgst.