Künstler plante eine Brücke bei der Eisenbahnkreuzung. Leo Böckl entwarf ein Konzept für eine Querung der Nordbahngleise.

Von Robert Knotz. Erstellt am 18. Juli 2019 (04:46)
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Brücke oder Unterführung? Die Planung für eine Brücke erntete massiveKritik der ansässigen Bauern.

Der Deutsch-Wagramer Künstler Leo Böckl machte sich Gedanken um die Eisenbahnkreuzung bei der L6 und legte VP-Bürgermeister Friedrich Quirgst sein Konzept, das den Bau eines Kreisverkehrs und einer Brücke beinhaltet, vor. Der Stadtchef soll sich ablehnend geäußert haben, weil er einen Anstieg des Verkehrslärms befürchte.

Hier ein Rückblick: Wie die NÖN berichtete, wird die Nordbahn zu einer Hochgeschwindigkeitsstrecke ausgebaut. Daher müssen alle Bahnschranken und unbeschrankten Übergänge durch Brücken oder Unterführungen ersetzt werden.

Im Falle des Bahnübergangs an der L6 (Wolkersdorfer Straße) gingen die Wogen bei den Bauern bereits hoch, als sie von Landvermessern von den Plänen der ÖBB erfuhren, dort eine Brücke zu errichten. In einer Versammlung wurde allerdings bekannt gegeben, dass man von den Brückenplänen abweichen wolle und eine Unterführung ins Auge fasse. Falls eine Brücke gebaut worden wäre, hätte sich neben den ÖBB auch das Land NÖ mit der Planung von Zufahrtsstraßen und Anbindungen befassen müssen.

Böckl: „Brücke neben Marchfeldkanal bauen“

„Ich habe mit dem Ortsplan nach einer für die Bauern freundlichen Lösung für eine neue Straße gesucht. Dann kam ich zu der Lösung neben dem Marchfeldkanal, wo auf der alten Wolkersdorfer Straße schon alles hoch geschottert ist und daher viele Lastwagen mit Schotter eingespart werden können. Bei dieser Lösung müssen die Bauern nur vier Meter ihres Ackers hergeben, alle Wege bleiben erhalten“, meint Böckl.

Der ganze Verkehr würde aus dem Dorf hinaus hinter dem Marchfeldkanal verlagert. Zu den Befürchtungen des Stadtchefs meint Böckl: „Man könnte ja Lärmschutzwände aufstellen.“ VP-Bürgermeister Friedrich Quirgst ist derzeit auf Urlaub und konnte dazu nicht Stellung nehmen. VP-Vizebürgermeisterin Andrea Schlederer ist mit Böckls Plan nicht vertraut. „Meines Wissens nach sind derzeit die ÖBB am Zug“, so ihr Kommentar.