Nach Spesenskandal will Cermak FPÖ-Konten prüfen lassen. Der FP-Gemeinderat möchte Offenlegung der FPÖ-Spesen in NÖ.

Von Robert Knotz. Erstellt am 09. Oktober 2019 (04:26)
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Vor den Wahlen drehte sich vieles um die Offenlegung von Spesenkonten.FP-Gemeinderat Werner Cermak fordert eine solche nun auch von der NÖ-Parteiführung.Shutterstock/wutzkohphoto

FP-Gemeinderat Werner Cermak geht hart gegen seine eigene Partei vor: Er schickte vergangene Woche eine Nachricht mit folgendem Text an den niederösterreichischen FP-Klubobmann Udo Landbauer und gleichzeitig auch an die NÖN: „Ich fordere die Offenlegung aller etwaiger Spesenkonten der freiheitlichen NÖ-Mandatare und eine Prüfung derselben.“

Cermak sei nicht daran interessiert, dass er kurz vor den Gemeinderatswahlen (am 26. Jänner 2020, Anm.) Spesenkonten von der Presse „um die Ohren gehaut bekommt“.

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Deutsch-Wagrams FP-Gemeinderat Werner Cermak will die Spesenkonten der FPÖ-NÖ offenlegen.

Alexander Murlasits, Sprecher der Freiheitlichen in NÖ, teilt mit: „Kein einziger FPÖ-Mandatar in NÖ besitzt ein Konto für Spesen.“

Murlasits: „Ausgaben werden streng geprüft“

FPÖ NÖ
FP-Klubobmann Udo Landbauer ließ über seinen Pressesprecher mitteilen, dass es keine Spesenkonten in NÖ gebe.

Selbstverständlich werde sich die FPÖ weiterhin erlauben, Freiwillige Feuerwehren und Vereine mit Bierfass-Spenden und Ähnlichem für ihre ehrenamtlichen und verdienstvollen Tätigkeiten zu unterstützen. „Jede Ausgabe der FPÖ Niederösterreich muss von einem elfköpfigen Gremium genehmigt werden“, so Murlasits im NÖN-Gespräch.