Deutsch-Wagram

Erstellt am 19. Oktober 2018, 04:50

von Robert Knotz

„Trara“ um Feuerwehrauto. Rund um das 271.000 Euro teure Einsatzfahrzeug kam es zu heftigen Diskussionen. Auch FF-Fahrmeister Andreas Peham meldete sich in der Sitzung zu Wort.

Symbolbild  |  APA (Webpic)

Zu heftigen Diskussionen kam es in der jüngsten Gemeinderatssitzung am vergangenen Dienstag. Beim Tagesordnungspunkt „Ankauf eines Feuerwehrfahrzeugs“ gingen die Wogen hoch. Das neue Auto, hergestellt von der Firma Rosenbauer, soll insgesamt rund 271.000 Euro kosten. Ein Drittel davon muss die FF berappen. !wir-Stadtrat Peter Lauppert fragte, ob es Vergleichangebote anderer Firmen gebe.

VP-Bürgermeister Friedrich Quirgst antwortete: „Die Ausschreibung hat die NÖ-Bundesbeschaffungs-Gesellschaft (BBG) gemacht. Die Firma Rosenbauer ging als Bestbieter hervor.“ Woraufhin Lauppert erklärte, dass es ihm nicht um das Auto selbst gehe. Es habe ja auch schon bei vorangegangenen Anschaffungen Ausschreibungen der Gemeinde gegeben.

"Die Einwände sind lächerlich"

„Lassen wir doch die Feuerwehr selbst zu Wort kommen, denn sie weiß selbst am besten, was sie braucht“, meinte FP-Gemeinderat Gerhart Gruber. FF-Fahrmeister Andreas Peham erläuterte schließlich, dass man die BBG deshalb herangezogen habe, weil es sich um ein Neufahrzeug handle. „Außerdem wurde das Fahrzeug über den FF-Landesverband bestellt“, so der Fahrmeister.

!wir-Gemeinderat Christian Teply-Schimerka nahm an seiner ersten Sitzung teil.  |  Knotz

Der Stadtchef fügte noch hinzu, dass man in der Vergangenheit und in gewissen Fällen auf die Mitwirkung des BBG verzichtet habe. „Beim Kauf zweier Gebrauchtfahrzeuge wurde lediglich bei einem der Unterbau über die BBG ausgeschrieben“, so Quirgst.

Doch Lauppert ließ nicht locker: „Vielleicht wäre uns die Firma Rosenbauer mit dem Preis entgegengekommen, wenn wir andere Angebote vorgelegt hätten.“ SP-Gemeinderat Robert Stastny meinte, dass die BBG sicher Vergleichsangebote eingeholt habe. Schließlich reichte es SP-Gemeinderat Gustav Ewald und er meinte in Richtung Lauppert: „Die Einwände sind lächerlich. Du hast keine Ahnung von der Materie. Den Ankauf entscheiden Spezialisten. Du willst hier doch nur reden.“ Schließlich wurde der Kauf beschlossen.

!wir-Gemeinderat Christian Teply-Schimerka, der Claudia Lauppert nachfolgt und im Sommer bereits angelobt worden war, wohnte seiner ersten Sitzung bei.