Klimaschutz: Ort sagt dem Öl ade. Die Gemeinde setzt ihren „sauberen“ Weg fort. Mit neuen Maßnahmen soll künftig die Hälfte an CO2 eingespart werden.

Von Nina Wieneritsch. Erstellt am 14. Januar 2019 (04:20)
Gemeinde
Seit vergangenem Jahr sind die Dächer der Kläranlagen-Gebäude mit Photovoltaik-Anlagen ausgestattet. Weitere sollen folgen.

Die Gemeinde scheint sich in Sachen erneuerbarer Energien und Klimaschutz gerade zum Vorreiter im Bezirk zu entwickeln. Jedenfalls werden heuer einige Maßnahmen zur CO2 -Reduzierung gesetzt. Und dann ist da auch noch die Sanierung der Altlast (die NÖN berichtete), deren zugehöriges Forschungsprojekt im September startet, wenn alles klappt.

Während im vergangenen Jahr, wie berichtet, eine Photovoltaikanlage bei der Kläranlage installiert und die Plakette „Ausgezeichnet gebaut in NÖ“ entgegengenommen wurde, sind die nächsten Schritte schon in Planung. „Wir wollen weitere Anlagen zur Stromerzeugung errichten, zum Beispiel auf dem Dach des Bauhofes oder des neuen Radrastplatzes, das wir dafür schon nach Süden ausgerichtet haben“, so SP-Bürgermeister Josef Kohl.

"Bei diesem Projekt würde die Wertschöpfung auch im Ort bleiben"

In den nächsten Jahren wird außerdem die alte Ölheizung im Kindergarten durch eine Hackschnitzel-Heizung ersetzt, die von der Bioenergiegruppe Drösing betrieben werden könnte. „Bei diesem Projekt würde die Wertschöpfung auch im Ort bleiben“, so Kohl. 39,4 Tonnen COwerden von der Gemeinde jährlich produziert und emittiert. Erneuerbare-Energien-Experte und Wahl-Drösinger Lukas Pawek berechnete diesen Wert. Er erklärt: „Sobald die neue Heizung im Kindergarten in Betrieb ist, werden die gesamten CO2-Emissionen der Gebäude auf 19,4 Tonnen sinken.“ Da das bisher verwendete Heizöl zu den teuersten Energieformen zählt, spare die Gemeinde gleichzeitig viel Geld.

Weitere Maßnahmen, die Pawek vorschlägt, sind die Dämmung des FF-Hauses samt Einbau einer neuen Heizung und der Austausch alter Gemeinde- gegen neue Elektroautos. Letzteres soll heuer umgesetzt werden.