Vorzeigeprojekt: Die Retter der Bienen. Zahlreiche Äcker in der Gemeinde werden zu bunten Blumenwiesen.

Von Edith Mauritsch. Erstellt am 05. Mai 2019 (04:01)
privat
Julian und Franz Bartl übernahmen die Aussaat, die Initiatoren Jennifer und Thomas Kraus waren mit dabei.

Am Anfang standen Luisa und eine besorgte Mutter, die sich für ihre Tochter ein intaktes Umfeld zum Aufwachsen wünschte. So entstand das Projekt „Blumenwiese“.

Bienensterben und Rückgang der Vogelpopulation, weil die Nahrungsquellen fehlen: Nachrichten, die man fast täglich hört und wahrscheinlich viele betroffen machen. Jennifer Kraus wollte mehr. Zuerst sollte nur einer der verpachteten Äcker wieder als Blumenwiese erblühen. Die umtriebige Ebenthalerin erzählt: „Beim Planen, die Böden wieder der Natur zu überlassen, kam der Gedanke, dass vielleicht andere auch mitmachen wollen.“

Sie wollten! Als Jennifer und ihr Mann Thomas das Projekt publik machten, fanden sie viele Gleichgesinnte. Allen voran die Gemeinde Ebenthal, die umgehend Flächen zur Bepflanzung zur Verfügung stellte.

16.000 Quadratmeter voll mit Blumensamen

Dieser Tage säten die unterstützenden Bauern Julian und Franz Bartl eine Fläche von 16.000 Quadratmetern mit Blumensamen aus. In einigen Wochen wird ein buntes Blumenmeer Insekten und Vögel anlocken. „Mittlerweile haben schon Volksschulen Interesse angemeldet, Ausflüge mit den Kindern hierher zu machen“, so die vor Ideen sprühende junge Mutter.

Dabei soll es aber nicht bleiben. Die engagierten Naturfreunde bieten über ihren Webshop die Möglichkeit, mit Leben erfüllte Wiesenflächen zu bestellen. Die Größe kann dabei jeder selbst bestimmen. Jennifer und Thomas suchen nach den geeigneten Flächen, kümmern sich um Blumensamen sowie um den Anbau. Ab 1 Euro pro Quadratmeter ist man mit dabei. Nähere Infos unter www.meineblumenwiese.at.

Ebenthals VP-Bürgermeister Raimund Kolm zeigt sich erfreut: „Wir haben das Projekt sehr gerne unterstützt. Es bringt Nutzen für die Natur und die Optik, aber auch für die Gemeinde, da der Pflegeaufwand nur minimal ist.“