Parteiaustritt: Zabadal mit neuer Liste. Ex-SP-Bürgermeister ist kein Parteimitglied mehr und gründet „BfB“.

Von Stefan Havranek. Erstellt am 08. Mai 2019 (04:00)
NÖN
Geschäftsführender Gemeinderat Andreas Zabadal ist kein SPÖ-Mitglied mehr.

Dass Andreas Zabadal – bei der jüngsten Gemeinderatswahl noch Spitzenkandidat der „SP+“ – seine Parteimitgliedschaft bei der SPÖ zurückgelegt hat, ist schon länger bekannt. Im NÖN-Gespräch präsentiert der langjährige Politiker und Ex-Bürgermeister nun seine Pläne für die nächste Gemeinderatswahl: Er wird mit einer Bürgerliste, die den Namen „Bürger für Bürger“ (BfB) tragen wird, antreten und versuchen, viele seiner bisherigen Mitstreiter an Bord zu bekommen.

Warum dieser Schritt? Zabadal: „Ich habe keine Ambitionen, parteipolitisch ,etwas zu werden‘ und deswegen sah ich eine SP-Mitgliedschaft als nicht notwendig an. Ich will für die Gemeinde und nicht für eine Partei arbeiten.“ Immerhin seien von Anfang an ohnehin nur zwei seiner acht Mandatare Parteimitglieder gewesen (neben Zabadal noch Manfred Dirnberger, der aber ebenfalls austrat), weswegen man auch als „SP+“ und nicht SPÖ angetreten war.

"Ich hab jetzt schon viele Leute für unsere Sache gewinnen können"

Kann die neue Liste ein Vorteil sein, neue Mitstreiter anzulocken? „Jein“, antwortet Zabadal: „Ich habe auch jetzt schon viele Leute für unsere Sache gewinnen können, die nicht bei der SPÖ waren, und die Mehrheit hat mich und nicht die Partei unterstützt.“

Deswegen geht er auch davon aus, dass er der Spitzenkandidat der neuen Liste „BfB“ werden wird: „Und ich rechne auch damit, dass die, die bis jetzt dabei waren, mit mir mitziehen werden und auch noch weitere Bürger gewonnen werden können, die mit den aktuellen Vorgängen in der Gemeinde nicht zufrieden sind.“

Zabadal gehe es um Zusammenarbeit: „Und dass das gut funktioniert, hat man bei gewissen Projekten wie den Sanierungen der Feuerwehrhäuser in der Gemeinde gesehen. Bei anderen Projekten werden wir nicht informiert.“

SP-Medienmanager Erwin Nußbaum zu Zabadals Austritt: „Ich kann das bestätigen.“ Und was heißt das für die SPÖ in Engelhartstetten – auch in Hinblick auf die Wahlbeisitzer, die von den Roten gestellt werden? „Das wird gerade evaluiert. Ich kann aber sagen, dass wir in Engelhartstetten geeignete Kandidaten finden und ein schlagkräftiges Team für die Gemeinderatswahl 2020 aufstellen werden. Die Frage ist derzeit noch, wie es aussehen wird.“

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