Größte europäische 3D-Seismik-Messung abgeschlossen. Die OMV schloss ihre umfangreichen Messungen ab. 700 Terabyte Daten über den Untergrund werden nun ausgewertet.

Von Nina Wieneritsch. Erstellt am 24. April 2019 (11:09)
OMV
Solche Fahrzeuge sah man in den vergangenen Monaten im Bezirk Gänserndorf öfter. Nun sind die Arbeiten abgeschlossen.

Die größte 3D-Seismik-Messung, die es in Europa je gab, ist abgeschlossen. 1.500 km vom Nordosten Wiens bis ins Weinviertel und südwestlich der Donau wurden seit März 2017 von der OMV mit speziellen, Schwingung erzeugenden Lkw abgefahren.

140.000 Geophon-Stationen mit insgesamt 2 Millionen Einzelgeräten waren im Vorfeld auf dem gesamten Gebiet verteilt worden. Nun hat der Energiekonzern 700 Terabyte Daten zur Verfügung, die ausgewertet werden. Daraus entsteht ein 3D-Abbild des Untergrundes. Dieses soll mögliche Erdgas-Lagerstätten aufzeigen.

Die Arbeiten waren nicht ganz unumstritten: Es wurden Stimmen laut, dass durch die Vibrationen Häuser beschädigt werden – ein Orther klagte die OMV. Zuletzt forderte Grünen-Landeschefin Helga Krismer den Konzern dazu auf, einen „Rüttelfonds“ für Betroffene einzurichten (die NÖN berichtete).