Abschied vom Groß-Enzersdorfer Wandelcafé

Erstellt am 12. August 2022 | 04:48
Lesezeit: 2 Min
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Abschied vom Wandelcafé: Viele Initiativen stellten sich im Wandelcafé vor – im Bild neben anderen die Organisatorinnen Karin Neckamm und Doris Holler-Brucker, Leader-Marchfeld-Manager Markus Weindl und Gemeinderat Arno Novak.
Foto: Kremsmayer
Gute zwei Monate war der Treffpunkt nun ein fixer Bestandteil der Stadtler Szene.

Jeden Freitag gab es im ehemaligen Elektrogeschäft in der Rathausstraße Programm: Vom „Ukrainischen Abend“ über Klima-Diskussionen, der Gründung einer Radlobby, aufgezeichnete Gespräche mit alten Groß-Enzersdorfern für die Topothek bis zum Abschied mit einer Moonlight-Party. Davor waren die Wände des alten Geschäfts mit Bildern und Fotos vieler Groß-Enzersdorfer bestückt, alte Möbel bemalt und damit die Räume möbliert worden.

Alles im Rahmen des Viertelfestivals unter dem sperrigen Titel „Leerstandsmanagement“, gemanagt von den zwei Öko-Damen Karin Nekamm und Doris Holler-Brucker. Freilich stand von Anfang an die Hoffnung dahinter, dass es nach Festivalende weitergehen würde. Das wurde von Bürgermeisterin Monika Obereigner-Sivec und anderen Gemeindevertretern auch versprochen, ist so ein Begegnungscafé doch schon ein lang formulierter Wunsch diverser Beteiligungsprozesse in der Stadt. Doch wie, wo und wann blieb nun bis zuletzt offen.

Die GemeindevertreterInnen waren zum Abschied großteils auf Urlaub, Gemeinderat Arno Novak konnte nur von „wohlwollendem Nachdenken“ berichten. Weder wisse man, ob der Besitzer des Hauses das Geschäftslokal in dieser Form erhalten wolle, noch ob die Gemeinde eine nachhaltige Weiterführung finanzieren werde.

Die jüngste Klimarätin Österreichs, die Groß-Enzersdorferin Michelle Schicketanz, wünschte sich jedenfalls eine Fortführung: „Es wäre schön, wenn junge, engagierte Leute einen wirklich unkomplizierten Treffpunkt in der Stadt hätten.“