Rickl ist neue Ortschefin. Führungswechsel / VP wählte die Vorzugsstimmenerste wie angekündigt zur Bürgermeisterin, Karl Pfalz ist Vize. Bei Anzahl der geschäftsführenden Gemeinderäte einigte man sich auf fünf.

Von Edith Mauritsch. Erstellt am 19. März 2015 (07:30)
NOEN, Mauritsch
Exakt 44 Tage nach der Gemeinderatswahl konstituierte sich der neue Gemeinderat, ein Mitglied verweigerte das abschließende Gruppenfoto. Neue VP-Bürgermeisterin ist Marianne Rickl (3.v.r.), neuer Vizebürgermeister Karl Pfalz (4.v.r.).

Zum letztmöglichen Termin trat der Gemeinderat zur konstituierenden Sitzung vor voll besetztem Auditorium zusammen. Die VP errang nach zehn Jahren erstmals wieder die Mehrheit und verfügt nun über 10 Mandate, die SP musste die Führung abgeben und hält nun bei neun Mandaten. Entsprechend fielen die Wahlergebnisse für die Ortschefin und den Vize aus:

Wie im Wahlkampf versprochen, kürte die VP die Vorzugsstimmenerste Marianne Rickl zur neuen Bürgermeisterin. Die SP stimmte geschlossen für die bisherige Ortschefin Susanne Venos, geholfen hat es mangels Mandatsmehrheit nichts.

Rickl: „Ich stehe für Transparenz im Gemeinderat“ 

Ein ähnliches Ergebnis brachte die Wahl des Vizebürgermeisters – zehn Stimmen entfielen auf Karl Pfalz, der damit Rickl als Stellvertreter zur Seite steht. Der Vollständigkeit halber: Susanne Venos erhielt acht Stimmen, eine entfiel auf Peter Berthold (beide SP).

Die neue Ortschefin betonte, Ansprechperson für alle Bürger zu sein. „Ich stehe für Transparenz im Gemeinderat und werde auch die Ausschüsse verstärkt als Arbeitsgruppen einbinden“, so Rickl weiter, die überdies auch ihrem Bestreben nach konstruktiver Zusammenarbeit Ausdruck verlieh.

Einig war man sich bei der Anzahl der geschäftsführenden Gemeinderäte, derer fünf an der Zahl. Neben Vize Karl Pfalz waren Josef Köpf und Hannes Hautzinger seitens der VP sowie Susanne Venos und Peter Berthold von der SP nominiert.

Auch Prüfungsausschuss einstimmig beschlossen 

Auch der Beschluss über den Prüfungsausschuss, bestehend aus Silvia Hofegger, Josef Epp und Markus Pamperl für die VP sowie Herta Christ und Elisabeth Kammerer wurde einstimmig gefasst.

Schlussendlich kam doch aber noch eine kontroverse Diskussion auf: Konkret ging es um die Position eines stellvertretenden Jugendgemeinderates beziehungsweise die personelle Besetzung, sodass die Sitzung dann doch noch mit Misstönen schloss.