Container für das Gymnasium sind im Anflug. Jetzt wird mit Bau des Container-Dorfes begonnen. Hier werden Schüler zwei Jahre lang unterrichtet.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 08. Mai 2019 (04:35)

Die bisherige Wiese gegenüber dem Funcourt bzw. neben dem Mobi-Kindergarten wurde bereits planiert. In diesen Tagen beginnt der Aufbau des riesigen Container-Dorfes, das ab Herbst das Ausweichquartier für die Gänserndorfer Gymnasiasten sein wird.

Wie die NÖN bereits mehrmals berichtete, wird das in die Jahre gekommene Schulhaus in der Gärtnergasse generalsaniert, umgebaut und erweitert. Die Kosten für das Mega-Projekt: 20 Millionen Euro. Im Herbst 2019 wird der Spatenstich erfolgen, genau zwei Jahre später soll das neue Gebäude fertiggestellt sein.

Die Anzahl der Klassenräume wird sich von derzeit 28 auf 40 erhöhen – somit gibt es dann genug Platz für die momentan 37 Klassen mit ihren etwa 900 Schülern und rund 100 Lehrern. Und genau für diese 1.000 Personen entsteht derzeit am Hafergrubenweg eine neue, temporäre Unterkunft: Etwa 250 moderne und voll ausgestattete Bürocontainer werden als Klassenräume dienen.

"Ende August starten wir dann im Container-Dorf"

Ende Juni soll das Container-Dorf – alle Kosten trägt der Bund – stehen. „Ab 24. Juni beginnen wir mit der Übersiedlung“, erklärt Schuldirektorin Eva Zillinger. In dieser Zeit sind alle Klassen auf Projekttagen. Mindestens zwei Wochen später soll die Übersiedlung abgeschlossen sein: „Ende August starten wir dann im Container-Dorf.“

Auch die Gemeinde hat ihren Teil bereits erfüllt: Das Grundstück für die Container wurde dem Bund zur Verfügung gestellt und es wurde ein Verkehrskonzept erarbeitet. VP-Bürgermeister René Lobner und VP-Verkehrsstadtrat Manfred Trost: „Wir haben lange getüftelt, wie wir die Schüler am besten zum Container-Dorf bringen. Aus unserer Sicht haben wir eine gute Lösung gefunden.“

Diese sieht wie folgt aus: Auf der Wiener Straße, Höhe Kinosteg, wird eine Doppel-Bus-Haltestelle errichtet. Von dort gelangen die Kinder und Jugendlichen rasch über den unbenannten Gemeindeweg zwischen Wiener Straße und Feldgasse zum Hafergrubenweg.

Dieser wird von beiden Seiten zur Sackgasse erklärt, damit es keinen Durchzugsverkehr mehr gibt: „Er darf nur noch von Anrainern befahren werden.“ Jene Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen, fahren auf den Rübenplatz: „Dort gibt es eine sogenannte Kiss-and-Go-Zone mit Parkplätzen und Umkehrmöglichkeit.“

Übrigens: Vom Bahnhof bzw. neuen Bus-Bahnhof ist der Weg zum Container-Dorf ungefähr gleich lang wie zum jetzigen Gymnasium.